Bücher, schnell gelesen: Teil 1.437

Mick Herron - Dead Lions (Diogenes, 2019)
Mick Herron – Dead Lions (Diogenes, 2019)

Gelesen: 21.02. – 03.03.2020, netto 471 Seiten.

Die Bücher von Ross Thomas lesen sich ja heute als wunderbar aus der Zeit gefallene Secret Agent Man Geschichten.

Mick Herron und seine Reihe um Jackson Lamb als Herr über gefallene und degradierte Agenten steht Ross Thomas und seiner Welt in nichts nach – vor allem in diesem Buch.

Es geht, wie immer in der Welt der Agenten, um Täuschung, um Ablenkung und um Schläfer. Aus einem winzig kleinen Triggerpunkt wird hier ein grandioses Epos über russische Schläfer, die ein ganzes Englisches Dorf übernommen haben, und Agenten, die glauben das richtige zu tun (aber das richtige ist auch nur Fake). Über Agenten, die bereits im geteilten Berlin die große Kunst des Katz- und Maus Spiels erlebten.

Herrlich humorvoll, mit einem echten Todesfall in der Mitte (nicht jeder Agent überlebt) und viel Detailkenntnis und -verliebtheit. Und einer ganz eigenen Sprache.

Mein persönliches Highlight: Das Buch beginnt mit einer Katze, die durch Slough-House streift und dabei quasi in jedem Zimmer die aufs Abstellgleis gestellten Agenten vorstellt. Am Ende des Buches ist es eine Maus, die einen ähnlichen Streifzug macht – diesmal ist ein Stuhl leer. Besser kann das Katz/Maus-Spiel von Agenten nicht beschrieben werden.

Soundtrack dazu: Wire – Ex Lion Tamer, was sonst?

PS: Und was sagt Mick Herron dazu?

 

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