… we wanna ref, reloaded!

Home, sweet home...
Home, sweet home…

Das ist schon irgendwie unheimlich: Letztes Heimspiel nervte Schiri Kempter aus Sauldorf extrem, diesmal lag Schiri Kampka aus Mainz in der 2ten Halbzeit aber sowas von daneben.

“The KK took me points away!”

Der Auftakt war mist, meine Liebste krank zuhause und ich kam verspätet aber rechtzeitig aus Manchester zurück.

Millerntor (22.09.2016 20:14 (c) gehkacken.de)
Millerntor (22.09.2016 20:14 (c) gehkacken.de)

Vor dem Spiel war die Stimmung gut und das üblich Ergebnis war “2:0” oder “3 Punkte”. Nach der frühen Führung sah das aber lange nicht so aus, die teure Offensive von 60 machte ordentlich Betrieb, mehr als die Fans die “Scheiß St. Pauli” und sonst wenig brachten. Eigentlich brannte es sogar manchmal lichterloh, aber der Sportkamerad Himmelmann hielt was zu halten war.

Nervig war das ewige meckern, lamentieren und sonstwas von 60, leider griff der Schiri (der in der ersten jede Aktion korrekt pfiff) da nicht früh genug durch. Nach der Halbzeit eskalierte das dann und 10 Gelbe standen am Ende in der Statistik. Was also noch?

Fehlentscheidung: Rot für Sobiech!
Fehlentscheidung: Rot für Sobiech!
Fehlentscheidung: Olic nimmt den Ball mit der Hand an - Freistoß!
Fehlentscheidung: Olic nimmt den Ball mit der Hand an – Freistoß! Dann aber ein Zuckerpass …
Fehlentscheidung: Matmour tritt in den Rasen und fällt!
… Fehlentscheidung ctd: Matmour tritt in den Rasen und fällt! Niemals Elfmeter!

Dazu verstrickten sich beide Teams in endlose Diskussionen, Raufhändel etc. – in Summe wohl ein perfektes Spiel für ein “2. Liga Deutschland” Lehrvideo.

War es der Schiri allein? Nein, ich denke nicht. Wir standen in der Defensive ehr unsicher (Buballa!) und Waldemar, Ryo und Choi konnten selten schnelle, direkte Angriffe durchbringen (entsprechend hing Aziz auch ein wenig in der Luft). Aber – gegen diese Offensive war es auch schwer.

Millerntor (22.09.2016 22:15 (c) gehkacken.de)
Millerntor (22.09.2016 22:15 (c) gehkacken.de)

Trotzdem verdienter Applaus für das Team (und extra Applaus für den Sportkameraden Himmelmann – vor dem Jubel erkundigte er sich bei den Ordnern vor dem 1860 Block wie es dem vom Zaun gestürzten Fan geht).

Forza FCSP!

… we wanna ref!

Home, sweet home...
Home, sweet home…

Mit 3 Niederlagen (bis auf die gegen den BTSV alle super doof) war Druck auf das Team und den Coach dann doch schon real, es wurde Zeit für den ersten Dreier!

Millerntor (10.09.2016 12:58 (c) gehkacken.de)
Millerntor (10.09.2016 12:58 (c) gehkacken.de)

Und bei bestem Sommerwetter im September nahm das Team die Herausforderung an, auch wenn die Armina erstmal alles dafür tat das es im Krankenlager des FCSP nicht zu einsam wurde: Nehrig wurde “angetreten”, Gonther wurde “rausgetreten” und der Schiri ermahnte niemanden.

Nach 20 absoluten Chaos- und Spielunterbrechminuten ging es dann los und nur der FCSP drückte – und hatte durch Aziz die erste Chance und dann auch später das erste Tor. Nach der Pause gaben wir einen doofen Freistoss nach einem im Mittelfeld vergurkten Ball weg und der landete im Winkel. Kotz. Aber ab der 65. drückte dann nur noch St. Pauli und zu recht machte Sahin in der 90. den Sieg klar.

Das Publikum am Millerntor hatte ein feines Gefühl – der Siegesgesang wurde für ein gellendes Pfeiffkonzert für den Schiri und sein Team unterbrochen. Selten hatten wir jemanden der so genervt hat, so oft falsch lag und einfach einen ganz schlechten Eindruck machte. Den Werkzeugmacher aus Sauldorf in Südbaden will ich so schnell nicht mehr sehen! Ein Elfmeter und ein weiteres Tor hat er uns gekostet – das Spiel wäre sicher ach bestimmt 4:1 ausgegangen!

Der Rest aber war Jubel und die Gewissheit: Die Saison fängt jetzt erst an!  Und wenn Frosch dann noch recht behält mit Ryo und Aziz 1 Tor pro Spiel hält … dann wird das schon!

Millerntor (10.09.2016 14:59 (c) gehkacken.de)
Millerntor (10.09.2016 14:59 (c) gehkacken.de)

PS: Auch wenn wir jetzt wieder zu Fuss zum Stadion gehen können – 13:00 am SA ist eine Kack Anstoßzeit! 15:30 jetzt!

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.194

Michael Dibdin - Schwarzer Trüffel (UT Metro, 2016)
Michael Dibdin – Schwarzer Trüffel (UT Metro, 2016)

Gelesen: 11. – 18.09.2016 netto 314 Seiten

Mist, in der Hektik des Umzuges habe ich von den drei noch zu lesenden Aurelio Zen Büchern bei UT Metro leider das letzte zuerst angefangen – auch wenn die Fälle nicht wirklich aufeinander aufbauen ist das einfach ärgerlich. Genauso ärgerlich wie Verlage, die sich bei einer Neuauflage oder Erstausgabe ebenso nicht an die inhaltliche Reihenfolge halten.

Nevermind, der 6te Fall mit Aurelio Zen und irgendwas ist schief gelaufen: Er bekommt einen Spezialauftrag von einem einflussreichen Weinliebhaber (der offensichtlich so mächtig ist das Aurelios Chefs diesen einfach “weitergeben”) und soll die Unschuld eines Weinbauern beweisen, damit dieser einen Jahrhundertwein keltern kann.

Also endet der Vize-Questore im Piemont, in einem Dorf wo jeder Dreck am stecken hat: Trüffel und Wein waren schon immer gute Möglichkeiten illegal Geld zu machen. Dazu ein wenig alter Ärger aus der Kriegszeit und insgesamt Missgunst. Herrlich verrückte Charaktere und ein ebenso herrlich durchgeknallter, selbstherrlicher und diesmal auch zugerauchter Komissar, der scheinbar völlig den Überblick verliert. Vor allem seine Eigenheiten machen ihn irgendwie zum Anti-Helden, das kommt echt gut.

Des Rätsels Lösung ist dabei dem Leser näher als dem Komissar, da der Täter teilweise in der Ich-Perspektive erzählt. Das ist dennoch ein weiteres Kapitel gibt in dem der Täter …. stop: Einfach nur cool – also selber lesen.

Dunkel, herzlich und der Region verbunden. Bisher der beste Aurelio Zen für mich!

Soundtrack dazu: Psycho Vandals, was sonst?