… another one bites the dust: Last game on BU’s historic ground!


Tja, nach dem das Stadion Marienthal (SC Concordia) aufgegeben wurde und verfällt hat es nun den nächsten Traditionsverein erwischt: Der legendäre „Rupprecht-Ground“ aka „Barmbek-Anfield“ im tiefsten Barmbek wird dem Wohnungsbau weichen.

Zum Abschied kam der AFC, ein Verein auf den sich meine FCSP Genossen und meine HSV Freunde einigen können – so das wir den Abschied gemeinsam als „away game“ feiern konnten. Anreise mit dem Fahrrad, Holsten-Bier aus der Flasche für 2€ und fast 2.000 Zuschauer bei endlich wieder sonnigem Wetter waren einfach ein würdiger Rahmen (für den traurigen Anlass).

Von „Euch Uwe“ haben wir nix mitbekommen, dito verzichteten wir nach dem Spiel auf „Lotto“ – das ist zumindest nicht meine Welt.

HSV Barmbek-Uhlenhorst - Altona 93 (31.07.2015 18:56 (c) gehkacken.de)
HSV Barmbek-Uhlenhorst – Altona 93 (31.07.2015 18:56 (c) gehkacken.de)

Gegenüber war der Barmbeker Pöbel und ums uns rum die AFC Ultras. Was vom Rahmen her nett war wurde vom Fussball her ehr schlecht – beide Teams gurkten zuerst und der AFC machte letztendlich die Fehler. Am Ende ein 3:0 Heimsieg für BU der sicher voll ok war – der AFC kam nie gefährlich vor das BU Tor.

HSV Barmbek-Uhlenhorst - Altona 93 (31.07.2015 20:15 (c) gehkacken.de)
HSV Barmbek-Uhlenhorst – Altona 93 (31.07.2015 20:15 (c) gehkacken.de)

Und das war es dann, BU bekommt erstmal Heimrecht am Stadtpark bei einem anderen Verein der im Orkus verschwunden ist – dem VfL 93. Ich hoffe nicht das jetzt auch noch das Stadtparkstadion des VfL den Bach runtergeht – das wäre extrem Scheisse!

PS: Warum BU legendär ist? Ja, auch wegen dieser Platte …

V/A - Stars singen für BU (1974)
V/A – Stars singen für BU (1974)

 

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.118

Xavier-Marie Bonnot - Die Melodie der Geister (Unionsverlag, 2015)
Xavier-Marie Bonnot – Die Melodie der Geister (Unionsverlag, 2015)

Gelesen: 27. – 31.07.2015, netto 353 Seiten.

Gemütlicher Franzose, dieses Buch. Und ein Kommissar mit Clash und Ramones in seiner Plattensammlung – das macht die Geschichte dann doch interessant.

An die Qualität eines Jean-Claude Izzo kommt dieses Buch natürlich nicht heran, aber der frische Hauch des Mittelmeers weht auch hier. Dazu ein wenig Lokalkolorit aus Marseille incl. einer Kneipe mit einem Josip  Skoblar Poster (in Marseille ein ewiger Held, in Hamburg ein ewiger Looser).

Relativ geschickt spielt das Buch über die Zeiten hinweg (1936 in Papua Neuguinea bis Marseille heute) und lange bleibt der wahre Grund der vielen Toten im unklaren. Dazu ein Ende ohne Happy-End und ohne echte Aufklärung – das ist dann dochmal was besonderes.

Soundtrack dazu: Les Thugs, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.117

Sam Millar - Die kalte Kralle (Atrium Verlag, 2014)
Sam Millar – Die kalte Kralle (Atrium Verlag, 2014)

Gelesen: 24. – 26.07.2015, netto 291 Seiten.

Im inzwischen dritten Band um den hardboiled Detektiv Karl Kane geht es wieder brutal, fies und einfach lakonisch gewalttätig daher. Belfast Style.

Der Hintergrund ist erst unappetitlich (eine abgetrennte Hand findet sich auf seiner Türschwelle), dann „normal fies“ und am Ende ziemlich geschickt „modern“ – aus einer einfachen Sache wird eine ganze fiese Nazi-Nummer.

Keine blöden Cliffhänger oder falschen Fährten sondern Tempo, Witz und die notwendige Portion Realität – wieder ein Klasse Buch von Sam Millar, der eben so seine eigenen Erfahrungen mitbringt. Passt!

Soundtrack dazu: Four Idle Hands – was sonst?