Bücher, schnell gelesen: Teil 1.564

Alan Carter – Doom Creek (Suhrkamp, 2021)

Gelesen: 27. – 29.12.2021, netto 395 Seiten.

Der Cliffhänger aus Marlborough Man, endlich vor der Nase. Und entspannt im Nebel der Jammerbucht vor dem Kamin weggelesen. Perfekt.

Alan Carter ist so nah an der Wirklichkeit von Doomsday Preppern, dass es einem beim Lesen nicht ein einziges Mal komisch vorkommt.

Ins beschauliche Neuseeland haben sich Amerikaner der schlimmsten Sorte eingekauft: Geld (um Land zu kaufen), Gute Anwälte (um das Gesetz immer zu ihrem Nutzen ausgelegt zu bekommen), Gute Netzwerke (um lokale Behörden unter Kontrolle zu bekommen) und keine Skrupel wenn es darum geht die Zukunft nur nach ihren Plänen (und Sorgen) zu gestalten.

Mit solchen Arschlöchern muss sich Nick Chester rumschlagen. Und natürlich mit den Neuseeländern, die immer schön von oben herab auf andere schauen und ihr wunderbares Land schon selbst kaputt bekommen.

Dazu noch eine Mordserie die so überhaupt nicht zum Rest passt.

Wunderbar spannend, wunderbar ehrlich (sowohl im Blick auf die Neuseeländer als auch im erkennbar tiefen Hass auf Trump und seine Epigonen).

Das einzig enttäuschende für mich als versierter Krimileser: Die überraschende Aufklärung der Mordserie liegt doch ziemlich offen in der Hälfte des Buches rum … aber die Amis haben Nick zu sehr abgelenkt (mich jedoch nicht).

Tiefgehend, real und einfach gut. Danke Nick!

Soundtrack dazu: Southern Front – Custody, was sonst?

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