
Gelesen: 19. – 26.01.2026 (netto 416 Seiten)
Aus dem Englischen von der wunderbaren Conny Lösch (ein Qualitätsmerkmal).
Nach dem ersten Buch von Lavie Tidhar bat ich um mehr – hier ist “mehr”. Und, tja, die Qualität von Maror hat das nicht. Leider.
Das Buch beginnt mit dem Tod (dem Ende) und endet mit dem … Anfang. Dazwischen gibt es ein hin und her zwischen den Jahren und die Familiengeschichte von Ruth. Von 1945 bis 2009. Von Israel nach Amerika.
Vom Kampf gegen die Briten, vom Kampf gegen die Araber und vom Kampf darum, den Kibbuz aufzubauen und zu erhalten.
Eine Geschichte, die den Frauen nachspürt und ihnen eine Rolle im werden des modernen Israels gibt. Und dieses moderne Israel ist durchaus unter dem Druck von Gewalt, Korruption und, ja, Verbrechen entstanden. Und tapfere Frauen (Ruth ist vor den Nazis aus Ungarn nach Palestina geflüchtet) haben es mitgeformt.
Im Gegensatz zu Maror gibt es weniger Gewalt, aber wenn – dann ist sie brutal. Sei es die Gewalt von Gangstern oder die Gewalt der Israelischen Armee. Oder des Wiederstandes gegen die Briten.
Tatsächlich scheint der Antrieb immer wieder “alles für den Kibbuz” zu sein und dabei gehen die Kibbuzim auch mal eben über Gesetze hinweg. Oder killen.
So richtig gefesselt hat mich das Buch aber leider nicht, ich glaube das lag hauptsächlich an der fehlenden Chronologie.
Beide Bücher zusammen sind aber schon ein Brett, ich glaube es gibt da auch noch einen dritten Band. Ich werde ihn auf jeden Fall auch lesen.
Soundtrack dazu: Proton Packs – Mission For The Earth, was sonst?


