Bücher, schnell gelesen: Teil 1.404

Ross Thomas - Der Fall in Singapur (Alexamder Verlag, 2019)
Ross Thomas – Der Fall in Singapur (Alexamder Verlag, 2019)

Gelesen: 09. – 16.08.2019, 314 Seiten.

Das der Alexander Verlag alle Ross Thomas Bücher neu herausgibt ist schon eine feine Sache. Dazu gehört auch, dass eine solche Reihe vollständig ist. Ob es dann aber gleich ein marktschreiender Sticker „Ross Thomas‘ einziger Mafia-Roman“ auf der Vorderseite sein muss … das stelle ich mal in Frage.

Im Zuge seiner Recherchen für eine nie veröffentlichte Biografie über den amerikanischen Mafioso Joe Valachi lernte Ross Thomas nach Eigenaussage genug über die Mafia, um damit »sieben oder acht Romane« zu füllen. Entstanden ist schließlich The Singapore Wink.

Und, sorry Ross Thomas, der ist schon zuviel. Es ist ein typischer Ross Thomas Roman, mit einem Underdog als getriebenem Helden … aber es fehlt ein wenig der clevere Witz, die gelassene Brutalität und – vor allem – das feinfühlige Einbinden von Singapor und der asiatischen Mentalität.

Ross Thomas kennt sich in Washington DC aus, Singapor kommt hier nur als billige Kulisse rüber. Das Buch ist gut zu lesen, die Story ist ok aber ohne Überraschung und im ganzen ist das einfach nicht das Niveau, dass ich von Ross gewohnt bin. Aber zur vollständigen Sammlung gehört das schon.

Soundtrack dazu: Daily Ritual – Cold Store Operation, was sonst?

PS: Das original von 1969 hat ein sehr … sprechendes Cover. Mhhhh…

Ross Thomas - The Singapore Wink (Hodder and Stoughton, 1969)
Ross Thomas – The Singapore Wink (Hodder and Stoughton, 1969)

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