Bücher, schnell gelesen: Teil 1.395

Jonathan Lethem - Motherless Brooklyn (Tropen, 2019)
Jonathan Lethem – Motherless Brooklyn (Tropen, 2019)

Gelesen: 12. – 23.06.2019, netto 377 Seiten

Schade, ich war beim Lesen von diesem Buch mit vielen anderen Dingen beschäftigt. Zum einen war daher die Lesegeschwindigkeit reduziert, zum anderen bin ich nur langsam in den Flow der Geschichte gekommen.

Vordergründig eine Detektivgeschichte, hintergründig die Suche einer einsamen Seele, geplagt durch Tourette, nach der Wahrheit.

Der Mafiosi Minna hat sich eine Bande von elternlosen Kindern als seine Handlanger herangezogen, unter dem „Deckmantel“ eine Detektei erledigen sie als die Minna-Men  allerlei saubere und unsaubere Arbeiten für ihn. Einer ist Lionel Essrog, der an dem Tourette-Syndrom leidet. 

Als Frank ermordet wird macht sich Lionel, im Glauben ein echter Detektiv zu sein, auf das ganze Aufzuklären. Und so so tict er sich durch die Geschichte, die immer dichter wird – ein wahres Dickicht an Worten, an Tics und an immer neuen Wahrheiten die Lionel verdauen muss.

Toll geschrieben und mit einem unfassbar genauen Auge für Sprache (und Tourette). Am meisten Überzeugt wie geschickt Jonathan Lethem es schaft Lionel so darzustellen, dass der Leser sich in seine absolute und bedingungslose Menschlichkeit verliebt.

Soundtrack dazu: Tim Ray And The Druts – Dying In Brooklyn, was sonst?

PS: Kein Wunder das dieses Buch mit lauter Stars verfilmt wird …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.