John Doe with Tom DeSavia – Under the Big Black Sun (Da Capo Press, 2016)
Gelesen: 11. – 15.02.2017 netto 269 Seiten
Ach, ich gestehe – ich mag X. Die ersten beiden LP’s sind großartig und ich werde wohl nie das einzige Konzert von denen in Hamburg vergessen: Es war entweder 1982 oder 1983, keine Ahnung, und es waren gezählt 15 Zuschauer in der Markthalle. Trotzdem brachten X eine coole Show, alle Hits und waren einfach … klasse.
Das Buch ist keine John Doe Biographie sondern John und seine Freunde von damals erzählen. Vieles kennt mann aus anderen Büchern, einiges ist neu. LA war damals ein echt schräges Pflaster und Punk Rock eine komische Nummer in einer Welt die wir hier wohl so gar nicht verstehen können.
Die besten Momente sind mit Mike Watt (Tränen wg. dem Tod von D. Boon), den Mädels von den Go-Go’s, Chris D (über Tooth & Nail) und mit Jack Grisham (extrem hart – mit sich selbst und der Welt). Über X oder die Geschichte von X erfährt mann nur nebenbei, es geht mehr darum wie das damals war – ähnlich wie ich es 1979 in Hamburg wahrgenommen habe als ich “neue Musik” für mich entdeckt habe:
Pleasent Gehman in Under the Big Black Sun ( (c) Da Capo Press 2016)
Schönes Buch – wenn auch keine große Überraschung.
Joe Doe selbst sagt:
Und hier die Gesichter der Erzähler – 1.000 Jahre Punk Rock?
Und nicht nur die Süd war wundervoll farbig, auch die Nord legte gut vor!
FCSP – SGD ((c) gehkacken.de 2017)
Der ebenso überraschende als auch überlegene Auswärtssieg in Braunschweig hatte endlich wieder Hoffnung gesät, vor dem Spiel und im Stadion war ein durchweg positiver “Buzz” zu spüren.
Millerntor (12.02.2017 13:28 (c) gehkacken.de)
Und der FCSP legte gut nach – zwar nicht so offensiv wie in Braunschweig aber dennoch mit stetig mehr Offensivaktionen. Und das beste: Die Abwehr scheint endlich die alte Sicherheit wieder zu haben – das Duo Sobiech und Hornschuh steht sicher und noch wichtiger: Mit Flum neben Nehrich ist die Position vor der Abwehr endlich wieder stark besetzt!
Glück hatten wir mit einer Aktion in der Defensive die durchaus zu einem Elfer hätte führen können – als Ausgleich nutzten wir den ersten Fehler der SGD Defensive durch Choi gnadenlos aus. So muss das sein wenn mann unten raus will!
Nach der Pause hatte der magische FC dann die SGD im Griff, überließ den Gästen auch mal den Ball und Standards. Aber alles ohne Gefahr: Am Ende hatte der FCSP mehr Chancen als die SGD (und die SGD gewann lediglich nach Ecken). Und durch Pressing an der gegnerischen Eckfahne auch das entscheidende Tor – klasse gemacht, großartige Teamarbeit!
Am Ende war es laut (aus beiden Lagern, gut so!) und vielleicht auch spannend, in meiner Bezugsgruppe kam aber keine Sorge auf: Zu sicher stand die Abwehr. Verbal nahm sich die SGD ersteinmal unseren Acker vor kam dann aber doch zu der Erkenntniss das ohne Zug zum Tor und ohne Kampf ein Spiel beim Tabellenletzten (der einen Lauf hat) einfach nicht zu gewinnen ist.
Schön auch das wir wohl eine Team von mehr als 11 haben die spielen können und was reißen – die ewigen Wechsel nerven zwar aber halten vielleicht auch die Spannung hoch. Doch warum haben wir immer noch so viele Muskelverletzungen?
Jetzt sind wir 16. (Sixteen again!) und das Auswärtsspiel in Bielefeld ist ein klarer 6er! Jetzt!
Hamburg (12.02.2017 15:51 (c) gehkacken.de)
Und das beste: Auf dem Weg nach Hause konnten meine Liebste und ich die ersten zarten Kirschblüten im Park vor unser Tür bewundern – es geht voran mit dem magischen FC und es geht voran mit dem Frühling!
Forza FCSP!
PS: Ja, die Spruchbänder.
SEHT, DORT DRÜBEN WO SIE NOCH MIT PFERDEN DEN ACKER PLÜGEN,
LADEN SIE HERZLICH ZU IHREN MÄRSCHEN UND FAKELZÜGEN!
SCHON EURE GROßELTERN HABEN FÜR DRESDEN GEBRANNT
GEGEN DEN DOITSCHEN OPFERMYTHOS
Das erste – hatte niemand ein Problem mit. Das zweite dagegen führte sogar zu einer offiziellen Entschuldigung des Vereines. Im ersten Moment dachte ich auch “ein büschen heftig” aber im Nachgang dann doch ehr das ein grober Klotz einen groben Keil braucht. Und eine Stadt in der überklebte Stolpersteine möglich sind…
…hat schlicht und einfach eine deutliche Ansprache verdient. Dazu können aufgeregte SGD Fans dann ja auch gerne noch ein wenig Werkschau betreiben: Hier, hier, dort und dort schonmal auch. Ich hätte mich nicht entschuldigt und ich würde auch keine Strafe zahlen – so! Ich hätte aber “DEUTSCH” statt “DOITSCH” geschrieben … ich Musikfaschist.
Declan Burke – Absolute Zero Cool (Edition Nautilus, 2014)
Gelesen: 02. – 10.02.2017 netto 309 Seiten
Hui, das hatte ich lange nicht – ein Buch das so überhaupt nicht mit mir reden wollte! Der Klappentext gibt Hoffnung auf ein wenig Jasper Fforde und Thursday Next:
“Ein Mörder entsteigt einem unvollendeten Manuskript und setzt den Autor unter Druck.”
OK – das ist ein spannender Start. Aber leider entpuppt sich das ganze als verwirrende und ehr lästige Fingerübung in Sachen Erzählebenenverschiebung. Klingt kompliziert und ist es auch. An einigen Stellen ist das kurz mal lustig und an vielen anderen ehr verwirrend.
Da dem Leser auch so keine Orientierungshilfe gegeben wird bleibt nur die Hoffnung, das es am Ende eine coole Auflösung gibt. Aber, nein, auch das nicht.