TV PARTY – Ein Kessel Punk

Die umtriebigen Menschen hinter Punk Rock Hamburg bereiten uns eine weitere Freude:

Die zweite Ausgabe von TV Party – Ein Kessel Punk steht an. 

Interviews mit einer Auszubildenden aus dem Molotow, Riebe in seiner Druckerei, Chris von Rückkopplung und Ritchy & Ronny vom K-Klangstudio stehen auf dem Programm, dazu Livemusik u.a. von Abramowicz Acoustic und Alf Burchardt spricht über sein Buch „Hamburg Calling“.

Moderiert von dynamischen Duo Will und Abel. mit Musik, Kritik und Bier. Viel Bier. Dafür diesmal vielleicht ohne Schnaps. Aber wer weiss das schon so genau….

Ein Kessel Punk, Folge 2. Die TV-Party live gestreamt auf https://dringeblieben.de/videos/tv-party-ein-kessel-punk-1 aus dem Knust.

Solitix dazu unter: https://www.tixforgigs.com/de-de/Event/36620/tv-party-ein-kessel-punk-knust-live-stream-knust-hamburg

PS: Die letzte Folge gibts hier nochmal zu sehen: https://dringeblieben.de/videos/tv-party-ein-kessel-punk 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.508

Mick Herron – Real Tiger (Diogenes, 2020)

Gelesen: 01. – 10.02.2021, netto 467 Seiten.

Wow – der erste Band dieser Serie hatte mich nicht voll überzeugt, der zweite Band war besser und dieses Buch haut aber so richtig einen raus.

Bester schwarzer (und britischer) Humor und eine ganz wunderbare Vernichtung von Boris Johnson (den Mick Herron hier – das Buch ist von 2017 – zum Innenminister mit Ambitionen macht).

Die Slow Horses in Slough House sind „schlau, ehrgeizig und haben versagt“ (Klappentext) … aber hier steigen sie wie Phönix aus der Asche. Eine großartige Intrige, weitreichend zwischen dem MI5. Innenministerium und der privaten Sicherheitsbranche. Alle mit eigenen Interessen, alle mit eigenen Zielen.

Und dazwischen geraten die verbannten Agenten, die Slow Horses. Und die geraten erstmal wunderbar unter die Räder. Aber dann wollen sie alle irgendwie überleben. Und individuell folgen sie Krümeln der Intrige … um am Ende überraschend als Gewinner des ganzen da zu stehen.

Ein wirklich großartiger Spass mit klugen Worten:

( (c) Diogenes 2020)

Und ja, das könnte ein wirklich kurzweilige BBC Serie werden. Ich mag sowas.

Soundtrack dazu: The Flys – Undercover Agent Zero, was sonst?

PS: Gehkacken, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.507

David Whish-Wilson – Das Grosse Aufräumen (Suhrkamp, 2020)

Gelesen: 31.01. – 05.02.2021, netto 320 Seiten.

Der Abschluss der Perth-Trilogie von David Whish-Wilson. Im ersten Teil verliert Frank Swann seinen Job bei der Polizei, im zweiten Teil überlebt er als ex-Polizist nur knapp (die korrupten Cops wollen seinen Kopf). Und zum Abschluss der Dekade (1975 – 1979 – 1983) muss Frank Swann wieder vor allem eins: Überleben.

Wie in den beiden anderen Bänden hat hier alles einen Fuß in der echten Vergangenheit: Der „WA Inc.„, einer wirklich üblen Geschichte von Korruption und Verschwendung von Steuergeldern. Gesteuert von einer Partei und dem Premierminister von WA (Western Australia).

Perth, die einsamste Großstadt der Welt, liegt mitten im Boom der Minen in Western Australia und alle wollen etwas ab vom Kuchen. Frank Swann wird von der neuen Regierung angeheuert um die Sicherheit der Telefone und Büroräume zu überprüfen. Und rutscht mitten rein in die üble Verbindung von Wirtschaft und Politik.

Geschickt packt Whish-Wilson noch eine Rachegeschichte von einem aus dem Knast entflohenen Schwerverbrecher dazu und prompt kreuzen sich die Wege von Frank Swann und Des Foley. Und gemeinsam räumen sie auf – beide angetrieben von persönlichen Motiven: Foley will dem Slumlord ans Leder, der seine Mutter bedrängt. Und Swann will den korrupten Cop loswerden, der ihn umbringen will.

Am Ende ist der Profi Des mit ordentlich Geld auf dem Weg in ein freies Leben und Frank Swann ist seine Nemesis los. Allerdings zu einem hohen Preis.

Klasse Abschluss, alle 3 Bände würde ich gerne als Film/TV Adaption sehen. Ist ’ne coole Story über einen längeren Zeitraum. Mit ordentlich Druck – sowohl Tempo als auch Gewalt. Und die Geschichte einer durch-und-durch korrupten Stadt. Gefällt mir!

Soundtrack dazu: Manikins – Too Much Money, was sonst?

PS: Das Vorbild für den Premierminister in diesem Buch war offensichtlich Brian Burke. Und über den gibt es ordentlich was zu erzählen…