
Gelesen:04. – 05.04.2026 (netto 257 Seiten)
Aus dem Englischen von Fried Eickhoff.
Nach Fall #13 kommt gleich #14, zeitlich und inhaltlich direkt an Jagd ohne Beute anschließend.
Officer Bernadette Manuelito ist diesmal sowas wie der Fixpunkt: Sie findet eine Leiche und übersieht das der Tote ermordet wurde. Verkackt den Tatort. Chee muss, trotz aller Anziehungskraft, das ganze regeln. Streng. Aber ehr als Mentor denn als Chef.
Leaphorn bekommt den Fall mit und ist überrascht, das er mit einem losen Ende aus seiner Zeit als Polizist zusammenpasst: Der Tote hat eine Karte dabei (und Pflanzensamen an der Kleidung), die eine Spur zu einer legendären Goldmine darstellt.
Und um eben diese ging es vor 5 Jahren, als ein reicher Öl- und Goldunternehmer in Notwehr jemanden tötete, der ihm eine Karte zu dieser Mine verkaufen wollte. Das lose Ende? Die Ehefrau des Unternehmers verschwand am gleichen Tag spurlos.
In typischer Hillerman-Manier spielt sich der Großteil der Story außerhalb der aktuell gelesenen Seite ab. Die Geschichte entwickelt sich hauptsächlich durch Beschreibungen alltäglicher Tätigkeiten (oft Autofahren in einsamer Landschaft), lebendige Landschaftsbeschreibungen und vor allem durch die Dialoge.
Dabei sind die Dialoge Erläuterungen von Handlung, Wirkung, Traditionen der Natives und über die Charaktere. Hillerman bleibt dabei klar, prägnant, unaufdringlich und ist dabei ehr nicht auf Effekthascherei aus.
Schlichtheit, Würde und eine gemächliche Ruhe: Eigenschaften, die Hillerman und seine tiefe Verbundenheit mit der Navajo-Kultur widerspiegeln.
Und am Ende kommen sowohl Bernadette & Chee als auch Leaphorn bei D2187 an und können das lose Ende verknüpfen. Und der Mörder ist schon lange tot!
Und am Ende gibt es noch einen Liebescliffhänger!
Soundtrack dazu: Good Riddance – Washed Away, was sonst?



