COVID-19 IS KILLING OUR MUSIC – SUPPORT YOUR LOCAL CLUBS NOW!

By now i guess everybody as figured out how impact-full COVID-19 is on his/her private life and i guess you have all noted tours and shows being canceled left right and center.

With that it is hopefully pretty clear to a regular connoisseur of music in recorded form and music in live form that without regular income bands, labels, promoters and clubs will struggle. Will financially not survive. Let one those people that work for them, often without a fixed contract, that will also loose work and thus income.

I’ll do the following:

  • give direct money to my loveliest places
  • order music direct from the bands
  • not exchange tickets back to money for canceled shows

I can only urge you to do the same.

Contact your favorite club an ask how you can directly support them.

I am giving / already gave to

  • Punk Rock Raduno in Bergamo, as they are not only providing a free event but this year are spot-on in the heart of the Italian Corona Crisis. You can give via Pay Pal on their website. Be generous!

And for the rest be creative. Sell some records that you don’t listen to anyway and provide the turnover to your favorite club. Buy two records instead of one and give it to a friend who has less money than you.

And once the clubs can be open again, once bands can tour again – just buy: Tickets, drinks, merch – anything that gets money into the right hands.

Thank you, i love you.

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.438

Sarah Schulman - Trüb (Ariadne Verlag, 2019)
Sarah Schulman – Trüb (Ariadne Verlag, 2019)

Gelesen: 04. – 08.03.2020, netto 254 Seiten.

Perfekter erster Satz für ein Buch in New York: „Alle waren komplett verwirrt, denn der Präsident war ein Irrer.“ Ex-Cop Maggie Terry ist genauso verwirrt: Nach 30 Jahren downhill auf Überholspur (Alkohol, Drogen) ist sie nach einer 18 monatigen Reha clean und kann weder etwas mit dem Tag, noch mit dem Leben, noch mit NYC anfangen.

Sie hockt in einer leeren Wohnung und muss einen neuen Job als Ermittlerin für einen Anwalt anfangen. Durch die beinharten 5 ersten Tage verfolgt Sarah Schulman Maggie und der Leser erlebt die gnadenlose Sezierung einer geschunden Seele. Wo andere Krimis hard-boiled zwischen den Menschen sind ist dieser hard-boiled in Maggies Seele.

Beinhart. Sie vermisst ihr Kind, ihre große Liebe, ihren Status als Cop, ihren Kollegen (der wohl ums Leben gekommen weil sie mal wieder dicht war) und sie hat keine Ahnung wie sie nüchtern mit New York und ihrem Job umgehen soll. Hilflos stolpert sie von AA zu AA Meeting um über den Tag zu kommen.

Am Ende knackt sie ihren ersten Fall, aber nur weil sie aufgibt Opfer (von zB Gentrifizierung oder auch Neoliberalismus) zu sein sondern endlich wieder selbst Verantwortung übernimmt. Drogen und Alkohol gibt es nicht mehr und damit kann die Verantwortung nicht mehr weitergeschoben werden.

Ein großartiger Roman mit viel Herz (für Maggie) und endlos viel … Trostlosigkeit. Welcome to NYC, dry. Ach ja, Liebe gibt es auch nicht.

Klasse Buch!

Soundtrack dazu: New York Rel-X – Sorrow is a prison, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.437

Mick Herron - Dead Lions (Diogenes, 2019)
Mick Herron – Dead Lions (Diogenes, 2019)

Gelesen: 21.02. – 03.03.2020, netto 471 Seiten.

Die Bücher von Ross Thomas lesen sich ja heute als wunderbar aus der Zeit gefallene Secret Agent Man Geschichten.

Mick Herron und seine Reihe um Jackson Lamb als Herr über gefallene und degradierte Agenten steht Ross Thomas und seiner Welt in nichts nach – vor allem in diesem Buch.

Es geht, wie immer in der Welt der Agenten, um Täuschung, um Ablenkung und um Schläfer. Aus einem winzig kleinen Triggerpunkt wird hier ein grandioses Epos über russische Schläfer, die ein ganzes Englisches Dorf übernommen haben, und Agenten, die glauben das richtige zu tun (aber das richtige ist auch nur Fake). Über Agenten, die bereits im geteilten Berlin die große Kunst des Katz- und Maus Spiels erlebten.

Herrlich humorvoll, mit einem echten Todesfall in der Mitte (nicht jeder Agent überlebt) und viel Detailkenntnis und -verliebtheit. Und einer ganz eigenen Sprache.

Mein persönliches Highlight: Das Buch beginnt mit einer Katze, die durch Slough-House streift und dabei quasi in jedem Zimmer die aufs Abstellgleis gestellten Agenten vorstellt. Am Ende des Buches ist es eine Maus, die einen ähnlichen Streifzug macht – diesmal ist ein Stuhl leer. Besser kann das Katz/Maus-Spiel von Agenten nicht beschrieben werden.

Soundtrack dazu: Wire – Ex Lion Tamer, was sonst?

PS: Und was sagt Mick Herron dazu?