Bücher, schnell gelesen: Teil 914

Frank Goosen - So viel Zeit (Eichborn, 2007)
Frank Goosen - So viel Zeit (Eichborn, 2007)

Gelesen: 28. – 30.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 371 Seiten.

Eigentlich ein typisches Urlaubsbuch – und so ist es auch mit in den Urlaub gelangt. Hat mit Sicherheit da mit zu tun, daß ich im Urlaub 48 geworden bin – das passt zu diesem Buch.

Es ist eine launige Geschichte über ein paar Freunde die in der Midlifecrisis beschließen den Jugendtraum einer Rock (Rock!) Band wiederauferstehen zu lassen.

Das ganze führt natürlich zu endgültigen Veränderungen in ihrem Leben – alles irgendwie vorhersehbar aber dennoch launig erzählt.

Wie gesagt – etwas für den Urlaub. Etwas für Alte.

Soundtrack: Lokalmatadore!

Keine Entwicklung zu sehen Herr Schubert!

Home, sweet home...
Home, sweet home...

0:1 in Dresden verloren und damit raus aus dem Kampf um den Relegationsplatz. Das ist aber auch das einzig positive. Negativ ist, das seit Schubert das Ruder übernommen hat weder eine taktische noch spielerische Weiterentwicklung zu sehen ist. Und das macht mir angst für die nächste Saison. Trotzdem freue ich mich jetzt auf einen Heimsieg gegen Paderborn zum Abschluß – soll doch Düsseldorf Köln in die 2te Liga schicken. Gespannt bin ich auch darauf, wie es mit der versenkten Hansa-Kogge weitergeht: Die Stadt Rostock hat sicher keine Steuergelder zu verschenken, und dann ist Abflug in die 4. Liga angesagt wenn ich nicht irre. Dann gibt es ein Duell FC St. Pauli 2. – Hansa Rostock, oh Gott, da habe ich ja auch keinen Bock drauf: Geht lieber ganz unter und fangt neu an!

Bücher, schnell gelesen: Teil 913

Gavin Knight - The Hood (Ullstein, 2012)
Gavin Knight - The Hood (Ullstein, 2012)

Gelesen: 27. – 28.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 286 Seiten.

Zwiespältig. Die Idee ist offensichtlich geklaut (z.B. von David Simon) aber sprachlich nicht halb so elegant umgesetzt. Es geht hier um das, was wir außerhalb vom Vereinten Königreich eigentlich so garnicht wahrnehmen: Das die Jugend dort sowas von den Bach runtergeht, wenn sie nicht Kraft Klassenzugehörigkeit ihrer Eltern „Glück“ mit Wohnsitz, Schule und Ausbildung hat. Und abseits von London geht eh alles den Bach runter.

Der Autor hat als „Embedded Journalist“ Polzeieinheiten in Manchester, London und Glasgow begleitet und skizziert anhand von echten Fällen den Wahnsinn, der sich unterhalb unser Wahrnehmung abspielt. Der Bericht aus Manchester ist ganz leidlich und spannend, der aus London mau (und wird um Lichtjahre von Victor Headley’s Yardie-Trilogie überboten) und der aus Glasgow wirklich Angst machend. Mit ein wenig mehr „Scharfblick“ und ein wenig mehr sprachlicher Eleganz (Obacht, ich habe die deutsche Übersetzung gelesen, vielleicht ist das Original ja besser) ganz ok, aber nix weltbewegendes. Wer allerdings glaubt was die englische Presse/TV so alles über das Land schreibt/sendet sollte das lesen – unterm Teppich ist nichts als Müll. UK geht definitiv den Bach runter!

Soundtrack: Sham 69!