Bücher, schnell gelesen: Teil 1.220

Decaln Burke - The Big O (Edition Nautilus, 2016)
Decaln Burke – The Big O (Edition Nautilus, 2016)

Gelesen: 11. – 16.01.2017 netto 308 Seiten

Ich hab ihn mal gefragt, welche Sorte
Geschriebenes das meiste Geld bringt,
darauf er: Lösegeldforderungen

(Elmore Leonard – Schnappt Schorty)

Schönes Ding aus Irland, in bester Elmore Leonard Tradition zirkeln hier 6 Figuren um einander und verfolgen alle das gleiche Ziel: Verdammt nochmal Kohle abzuzocken. 500.000$ sind im Jackpot aber der Jackpot ist eine Antientführungsversicherung.

Und diesen Jackpot wollen Karen (Sprechstundenhilfe und Räuberin), Ray (Maler und Entführungsprofi), Frank (ex-Schönheitschirurg vor der Pleite), Madge (zukünftiges Entführungsopfer), Rossi (der kriminelle Ex von Karen, der mit Karen noch ein Hühnchen zu rupfen hat) und Doyle (Polizistin, offen für alles) knacken – für sich und/oder in wechselnden Koalitionen.

Wie bei einem Planetensystem umkreisen alle die Sonne (der Jackpot) ein wenig zu nach und auf kollidierenden Bahnen, dazu lenkt sie die Anziehungskraft der anderen immer wieder ab. Und so steuern alle auf ein furioses Finale und knallen aufeinander. Mit Sicherheit das knalligste Finale seit langem, alleine deswegen lesenswert.

Soundtrack dazu: The Outcasts, was sonst?

PS: Übersetzt von Robert Brack – ein Qualitätsmerkmal!

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