Bücher, schnell gelesen: Teil 1.144

Stuart Neville - Der vierte Mann (Rütten & Loening, 2014)
Stuart Neville – Der vierte Mann (Rütten & Loening, 2014)

Gelesen: 21. – 22.12.2015, netto 431 Seiten.

Das ist dann der „andere“ Stuart Neville. Diesmal nicht DI Jack Lennon sondern im Irland der 60er (1963 um es genau zu sagen). Irland – wie auch England – hatten sich weder vom Krieg noch wirtschaftlich erholt. Und es war Katholisch auf der grünen Insel, Stockkonservativ. Und gegen England. Und da ja der Feind meines Feindes mein Freund ist ehr Nazi-freundlich.

Dazu ein wenig echte Geschichte: Otto Skorzeny (ex-SS-Charge und nach dem Krieg quasi nicht belangt) und seine kurze Zeit in Irland geben der Geschichte den eigentlichen Hintergrund (und der englische Tital „Ratlines“ erzählt dann auch in einem Wort um was es nebenbei noch geht).

Die Geschichte ist spannend aber ohne den Drive der Jack Lennon Serie zu erreichen. Das ganze wirkt ein wenig „spießig“, so wie die Zeit selbst damals. So ein richtiges Thriller Feeling kommt nicht auf und das Ende ist dann doch ehr lahm. Ein wenig mehr Inglourious Basterds (und vieleicht ein alternatives Ende für den Nazi-Sack und seine irischen Speichellecker) wäre schöner gewesen.

Schade, da hatte ich auf mehr gehofft. Kommt nicht an Adrian McKinty und seine Fähigkeit echte Geschichte einzuweben heran. Aber wenigstens flüssig zu lesen.

Soundtrack dazu: The Strangers (die irischen Beatles).

PS: Und wieder bin ich mit dem Cover nicht zufrieden – dito mit dem Titel (auch wenn es ein cleveres Wortspiel mit dem Inhalt ist). Warum nicht „Ratlines“ und ein passendes Cover?

Suart Neville - Ratlines (2013, alternate covers)
Suart Neville – Ratlines (2013, alternate covers)

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