Bücher, schnell gelesen: Teil 1.081

Albert Londres - Ein Reporter und nichts als das (Die Andere Bibliothek, 2013)
Albert Londres – Ein Reporter und nichts als das (Die Andere Bibliothek, 2013)

Gelesen:26. – 29.12.2014, netto 447 Seiten.

Yep, ich liebe sowas. Reiseberichte aus einer anderen Zeit. Diesmal von einem Journalisten, der für Zeitungen in Europa an die Schauplätze von fernen Ereignissen reiste: 1922 nach China, 1929 nach Palestina und 1931 nach Bahrain. Und Reisen war damals notwendig um über die Weltgeschichte zu berichten. Kein Telefon, kein Fax, kein TV, kein Internet. Keine Ahnung ob die Geschichten wirklich so in der Zeitung gestanden haben, in jedem Fall schreibt er lustig, frech und mit Sicherheit „Anti-Establishment“. Und die für dieses Buch ausgewählten Reisen geben einen coolen Hintergrund zu Russland/China heute (die Briten zumindest involviert), den Problemen in Israel/Palestina (die Briten warens!) und den Problemen am Golf (die Briten war es schon wieder!). Londres ist Franzose, so mal ganz nebenbei.

Dazu ist Albert Londres ein mieser Macho und ein großspuriger Angeber bzw. Aufschneider. Dicke Hose war ja schon immer das Beste um gute Geschichten zu erleben (wenn auch alles aus einer Zeit stammt, wo „Dicke Hose“ von jedem  Europäer als Geburtsrecht angesehen wurde). Aber gute Text bekommt er locker hin – auch aus heutiger Sicht extrem spannend und „en pasant“ lehrreich!

Albert Londres ( (c) Die Andere Bibliothek, 2013)
Albert Londres ( (c) Die Andere Bibliothek, 2013)

 

Soundtrack dazu: Les Collabos, was sonst?

PS: Book Collectors are pretentious assholes – #0667 der nummerierten Erstausgabe!

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