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Frauke Buchholz – Endzeit (Pendragon, 2026)

Gelesen: 12. – 14.04.2026 (netto 312 Seiten)

Der vierte Teil der Serie um Profiler Ted Garner. Schließt direkt an den 3ten Teil an und startet mit einem Big Bang:

Skalpjagd endet am 03.10., Endzeit startet am 04.10. und geht nahtos weiter. Nur um auf Seite 35 quasi zu enden. Ted ist mit Sophie LeRoux, seiner quasi heimlichen Flamme und potentieller Fremdgehfehler in spe, essen und vor seinen Augen wird sie abgeknallt. Und später, im Hotelzimmer, findet er einen freundlichen Gruß der Mafia (der er zu sehr auf die Füsse getreten ist):

Bon Voyage, Monsieur Garner.

Das Buch spult dann 2 Jahre vor, Ted hat den Polizeidienst quittiert und sich als Paartherapeut selbstständig gemacht. Keine Gefahr mehr für sich, keine Gefahren mehr für seine Frau und die Kinder. Mental ist er ehr ein tablettenabhängiges Wrack, zynisch und … irgendwie gebrochen.

Sein alter Chef bei der RCMP kommt bei ihm vorbei und bittet um Hilfe in einem Fall. Ted ist geschmeichelt und interessiert. Seiner Frau muss er ja nichts erzählen, das sind nur ein paar Stunden Arbeit.

Pustekuchen!

Aus einem brutalem Mord (Ehefrau und 2 Kinder mit einer Axt abgeschlachtet, Ehemann und das 3te Kind verschwunden) wird natürlich ein echter Fall, aus Hilfe wird echte Arbeit und volles Risiko für Ted.

Der stümpert ehr durch den Fall, lebt seine Vorurteile gegen die Indigenen aus und bringt sich mit übersteigertem Ehrgeiz ehr in Gefahr.

Aus dem Mord wird eine Entführung und aus der Entführung wird ein Showdown weit draußen im Nirgendwo. Das Ted nur dank Indigener Hilfe überlebt. Nicht ohne vorher seine Retter einmal schön durch den Vorurteilskakao gezogen zu haben.

Irgendwie cool wie Frauke Buchholz aus einem professionellem Profiler im Polizeidienst einen uncoolen, voller Vorurteilen steckenden und in Sachen Motiv immer wieder falsch liegenden Anti-Helden macht.

Ich hab mir am Ende fast gewünscht das nur das verschollene Kind ein Happy End bekommt, Ted kann ruhig draufgehen.

Wie alle Bücher der Serie von ganz großer Tiefe durchzogen wenn es um die Indigene Bevölkerung, ihre Bräuche und ihre Natur resp. ihr Land geht.

Die Lösung aber, die hat ein kluger Krimileser eigentlich schnell im Blick. Ted dagegen nicht. Auch ein spannender Plot im Plot.

Ich bin jetzt ziemlich gespannt wie das in einem nächsten Band weitergehen kann. Eigentlich müsste Ted zuhause rausfliegen und als Polizist bei der RCMP in der Pampa Dienst tun. Und scheitern.

Alkohol, Tabletten.

Rettung? Muss in einer Schwitzhütte erfolgen!

Soundtrack dazu: D.O.A. – Time Of Illusion, was sonst?

PS: Der Showdown ist auf dem Great Slave Lake…

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