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Kim Koplin – Die Toten von Morgen (Suhrkamp, 2026)

Gelesen: 01. – 08.08.2026 (netto 263 Seiten)

Die Fortsetzung von Die Guten und die Toten, schließt inhaltlich direkt an das erste Buch an. Kommissarin Nihil Khigrian ist aus Hamburg zurück, wohin sie sich am Ende des ersten Bandes der Berliner Schattenwelt Serie zusammen mit Saad und Leila geflüchtet hatte.

Und stolpert direkt in einen Toten: Offensichtlich hingerichtet. Keine Papiere. Kein Schlüssel. Kein Handy. Teure Klamotten, teure Uhr. Offensichtlich kein Raubmord.

Und Nihil verbeißt sich in diesen Fall, kommt über einen e-Roller auf die Spur des Toten und identifiziert ihn. Offensichtlich Dealer. Beifang in einem aufkommendem Bandenkrieg zwischen dem Berliner Platzhirsch Charlie und neuen Playern in der Stadt, die ihm das Wasser abgraben wollen.

Wer im ersten Band aufgepasst hat, ahnt woher der Mistral weht – nämlich aus Marseille. Und das Saad durchaus der Magnet sein kann, der diesen angezogen hat.

Mit nur wenig Beiwerk steuert das Buch gezielt auf den großen Crash zu, wieder gibt es ordentlich Gewalt und wieder kommen Saad, Leila und Nihil beinahe unter die Räder. Aber die Liebe, die alle drei verbindet, ist stärker als die Gewalt.

Und Saad muss Nihil endlich alles erzählen: Wer er ist, was er in Marseille gemacht hat und …

… da kommt hoffentlich noch mehr.

Cooles Buch, wenn auch die Story ein wenig vorherbar läuft und selbst ein korrupter Ermittler vom LKA diese nicht wirklich aus der Spur bringt.

Ich mag sowas, es hat viel Tempo, viel Realität und letztendlich streetcredibility. Bin gespannt ob und wie das weitergeht.

Soundtrack dazu: Terrorgruppe – Küsse Töten, was sonst?

PS: Das Rätzel um den Autor hat dieser selbst gelöst, Kim Koplin ist ein Pseudonym von Edgar Rai:

(Podcast beim Deutschlandfunk Kultur)

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