
Gelesen: 17. – 18.06.2026 (netto 248 Seiten)
Und nochmal Berlin. Balin, Balin, wir scheesen of Balin, wa?
Wieder ein sportliche Polizistin, wieder ordentlich Gewalt und – im Gegensatz zu Hope Joanna – ziemlich viele blutige Tode. Kommissarin Nihal Khigarian schliddert dabei in eine Sache, die ein ordentliches Stück zu groß ist. Ihr Ehrgeiz und ihr Wille ist aber ebenso groß, daher nimmt sie es damit auf.
Ein zugekokster Staatssekretär baut mit seinem Wagen einen Unfall. An Bord ein junges Escort-Model, im Kofferraum eine Leiche. Und mit Mega-Ego und Art 46 GG ausgestattet. Den er zu seinem Pech aber nicht verstanden hat.
Der Leser hat schon vorher verstanden, das er einen windigen Waffendeal zwischen einem deutschen Waffenhändler und Saudi-Arabien vermittelt hat und Millionen dafür in seine Richtung fließen.
Quer kommt ihm aber nicht die Leiche, sondern im Prinzip der Flüchtling Saad (der durch Zufall auch in Nihal reingestolpert ist). Nachdem Nihal, Saad und der Staatssekretär auf dem Spielfeld platziert sind, geht die wilde Hatz los:
Saad ist zwar Flüchtling aber kein Syrer (sondern ein vor der Drogenmafia aus Marseille geflüchteter Profi), Nihal verliert beinahe ihren Job da ihr Bruder mit ihrer Dienstwaffe einen Überfall begeht und der Staatssekretär ist so nervig, das er natürlich das ganze nicht überlebt.
An einigen Stellen vorhersehbar aber immer spannend und mit ordentlich Tempo. Und einigen interessanten Tötungsarten. Nihals Bruder kommt in den Knast, es gibt noch mehr Tote und am Ende flieht Nihal mit Saad und dessen Tochter Richtung Hamburg.
Eine echt interessante Story die immer wieder Vergangenheit vs. Zukunft gegenüberstellt und dabei ohne groß zu Fragen den moralischen Kompass der handelnden in dem Mittelpunkt rückt.
Inzwischen gibt es da eine Fortsetzung. Cool, kommst demnächst dran.
Soundtrack dazu: Kamikaze Queens – Automatic Life, was sonst?
PS: Und Kim Koplin? Gibts garnicht…
