Bücher, schnell gelesen: Teil 1.523

James Lee Burke – Dunkle Tage Im Iberia Partish (Pendragon Verlag, 2021)

Gelesen: 22. – 24.05.2021, netto 470 Seiten

Der 15te Band rund um Dave Robicheaux und wieder ein Buch, in dem James Lee Burke ganz wunderbar die Vergangenheit von Dave mit den Problemen von heute verknüpft.

Als Cop in New Orleans hatte Dave ein Alkoholproblem und einen Saufkumpan, der wie er in Vietnam war. Sein Kumpel Dallas Klein war dabei noch mehr auf dem absteigenden Ast, bis er irgendwann seine Schulden bezahlen musste: Als Sicherheitsmann war er an einem Banküberfall beteiligt und seine vermeidlichen Kumpane (bei denen er Schulden hatte) entledigten sich seiner noch am Tatort.

Dave, mal wieder hackedicht, konnte nur zuschauen und nicht helfen.

All das kommt zu Dave zurück, als die Tochter von Dallas Klein in seinem Bezirk auftaucht und offensichtlich ihren Vater rächen will. Denn die Bösen von damals sind heute die respektablen Unternehmer, Politiker, Casinobetreiber – sucht euch was aus.

Dazu schmierige TV Pastoren und die arroganten Söhne der Neureichen. Verwickelt in einen Selbstmord. In einen Todesfall mit Fahrerflucht. Dave hat alle Hände voll zu tun, zumal sein Kumpel Clete ebenfalls austickt.

Destilliert eine ganz wundervolle Hymne auf Schuld und Unschuld, eine einzige Kampfansage an Korruption und Macht.

James Lee Burke glaubt an das Gute, auch wenn dieses direkt nach der Fertigstellung des Buches im Januar 2006 durch den Hurrikan Katrina getilgt wurde und dieser das schlechteste in den Menschen hervorbrachte. Aber Leute wie Dave und Clete überlassen ihre Heimat weder der Gier noch den Naturgewalten.

Klasse.

Soundtrack dazu: The Gits – Guilt Within Your Head, was sonst? (And still loving Mia!)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *