
Gelesen: 06. – 08.01.2026 (netto 339 Seiten)
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Bürger.
Band 24 der Dave Robicheaux Reihe und diesmal hat sich James Lee Burke einen kleinen Spass erlaubt:
Der unberechenbare Sidekick von Dave, ehemaliger Partner im NOPD und irgendwie Privatdetektiv Clete Purcel erzählt die Geschichte aus seiner Sicht.
Allerdings ist Clete alles andere als ein zuverlässiger Erzähler: Er ist alkoholkrank, psychisch labil, depressiv. Die Sünden und Teufel der Vergangenheit sind tief in seinem Gehirn.
Mehr als einmal fantasiert er sich Dinge herbei die einfach nicht real sein können (und es wahrscheinlich so auch nicht waren). Trotzdem bleibt es ein typisches Dave Robicheaux Buch voller Gewalt. Verstörend, explizit und mitunter sinnlos. Warum manche Figuren verletzt werden und warum so brutal bleibt irgendwie, genauso wie das Ende, halbwegs im Dunkeln.
Drogen. Nazis. Gangster. FBI. Korrupte Cops. Racheengel. Frauen, die gerettet werden müssen.
All-in, und ziemlich crazy. Wie Clete eben so ist.
Der Running Gag des Buches ist das Clete irgendwie immer wieder im Krankhaus landet und sich immer wieder selbst entlässt.
Das Buch ist ein getarnter Krimi: Ein Actionthriller, der das nicht fehlerfreie Gute gegen das immer unerbittliche Böse antreten lässt. Und ist dazu noch durchdrungen von Traurigkeit und Sehnsucht nach all den vergangenen Sonnenuntergängen. Also ehr … Poesie?
Als Einzelstück ist die Sicht von Clete spannend, die Geschichten aus Sicht von Dave sind … besser. Weniger fantasierend.
Trotzdem ein fesselndes Buch, das eben zur Serie gehört.
Soundtrack dazu: Didjits – Gold Eldorado, was sonst?
PS: Und James Lee Burke so?





