Bücher, schnell gelesen: Teil 1.503

John Niven – Die F*ck-It-Liste (Heyne Hardcore, 2020)

Gelesen: 22. – 25.01.2021, netto 307 Seiten.

Mit Kill ‚Em All hatte John Niven ja sozusagen Boden gutgemacht, ohne jedoch nachhaltig Eindruck zu erzeugen. Insofern kommt es jetzt zu einem Don Winslow Momemt – eigentlich wollte ich keine weiteren Bücher von ihm kaufen…

… aber eine alternative Zukunft, in der Trump und seine Familie die US of A übernommen haben, ist es dann doch Wert erlesen zu werden.

Die alternative Zukunft die John Niven entwirft passt schon (wenn denn Trump nicht im Herbst 2020 abgewählt worden wäre), fast alles was Niven hier auffährt wäre bei einer Wiederwahl von Trump mehr als denkbar gewesen, vor allem auch die Weiterabe des Throns an seine Tochter, die in diesem Buch 2026 Präsidentin ist.

Das Spinnen dieser Zukunft gelingt Niven gut, da er nicht zu sehr abdreht. Der Krimi-Plot ist einfach (Ein Mann sieht Rot plus Lone Cowboy). Wo Krimi und alternative Zukunft aufeinandertreffen wird es teilwiese lustig, teilweise einfach langweilig. Zumal das Endgame relative schnell klar ist.

Kurzum: Dystopische Momente – tick. Böse – mmhhh, ein kleiner tick. Lustig – ein oberflächlicher tick. Zu Dick aufgetragen – tick tick tick.

Was Niven allerdings gut hinbekommen hat ist das Ende des Buches. Chapeau!

Ich bin mal gespannt ob sich an das zu Grunde liegende „was-wäre-wenn“ Thema run um Trump und seine Claqueure ein größerer Geschichtenerzähler ran traut. Es ist nämlich ein gutes Thema!

Ich denke mal mit Buch #10 ist damit Schluss mit Niven. Zumindest bei mir.

Soundtrack dazu: Erica Russo – Bucket List, was sonst?

PS: Und John Niven?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.