Bücher, schnell gelesen: Teil 1.380

James Lee Burke - Flucht nach Mexiko (Pendragon Verlag, 2018)
James Lee Burke – Flucht nach Mexiko (Pendragon Verlag, 2018)

Gelesen: 03. – 11.04.2019, netto 470 Seiten

„Flucht nachMexiko“ ist der 14te Band der Dave Robicheaux Reihe und 2005 erschienen. Daher wirkt der Süden der US of A inzwischen etwas moderner, der abgeranzte Charme der kleinen Dörfer am Bayou ist aber immer noch da.

Genauso ist Dave, inzwischen mehrfacher Witwer, immer noch da und mal wieder bei der Polizei. Und mal wieder trocken. 

In der Geschichte geht es zum einen um die erste große Liebe seines Halbbruders (die in den 1950ern verschwunden ist) und um die Macht des alten Geldes bzw. die Korruption, die immer noch durch Louisiana wabert. Und es geht um Rache. Von Dave. Und noch besser: An Dave.

Worum es nicht geht ist für mich das eigentliche Problem: Das Alt werden. Dave dürfte inzwischen weit über 60 sein und damit passt die ganze „harter Knochen der immer mal wieder trinkt“ und „ich bin Polizist, ich schieße zuerst“ Nummer irgendwie nicht mehr so richtig.

Vielleicht ist das auch der Grund warum weite Teile des Buches in der Vergangenheit spielen und warum Dave quasi ohne Grund mittendrin eine Nonne heiratet.

Destilliert bleibt dennoch ein Krimi über, mit mehreren Geschichten die scheinbar auf eine Ende zulaufen – nur um es am Ende dann doch nicht zu tun. Das ist spannend und die Art und Weise wie James Lee Burke die Natur, die Menschen und das Leben beschreibt ist schon großartig.

Aber – irgendwie würde ich mir Wünschen das Dave altert und seine Geschichten sich verändern. So wie die Welt sich verändert hat.

Für Allesleser von James Lee Burke, als Einstieg in den Robicheaux Kosmos nicht die beste Wahl.

Soundtrack dazu: Toxin III – Arrested, was sonst?

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