Bücher, schnell gelesen: Teil 1.313

Garry Disher - Leiser Tod (Unionsverlag, 2018)
Garry Disher – Leiser Tod (Unionsverlag, 2018)

Gelesen: 09. – 13.04.2018, netto 340 Seiten

Garry Dishers „Challis/Destry“ Reihe ist wirklich vom feinsten und kann in Leiser Tod sogar noch ein wenig mehr brillieren: Nicht nur das die alltägliche Arbeit der Polizei mit all ihren Problemen und betriebsbedingten Blindheiten (hier: wie geht eine übermakerte Truppe mit Opfern von Sexualverbrechen um) wird perfekt geschildert sondern auch noch das Wirken einer perfekten Gegenspielerin.

Sag Hallo zu Grace: Ein professionelle Einbrecherin mit einem Problem. Das Problem ist dabei nicht, dass sie einbricht (das macht sie perfekt vorbereitet) oder dass sie erwischt wird (damit kann sie perfekt umgehen) oder aber das sie spielsüchtig ist. Nein, ihr Problem ist das sie ein Niemand, ein Nichts ist. Keine Vergangenheit. Keine Spuren. Aber auch keine Familie und keine Erinnerungen.

Und dann schneiden sich die Linien von Grace und von Detektiv Challis. Und von da an wird das Buch schön mehrspurig und natürlich überkreuzen sie die Spuren auch – aber anders als der Leser denkt. Und am Ende? Da wird es fast schon ein wenig konstruiert (aber keine Sorge – ausreichend spannend).

Wohl das dichteste und vielschichtigste Buch der Reihe, einfach nur gut!

Soundtrack dazu:  La Femme – Give it up, was sonst?

 

 

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