Bücher, schnell gelesen: Teil 1.420

Garry Disher - Kaltes Licht (Unionsverlag, 2019)
Garry Disher – Kaltes Licht (Unionsverlag, 2019)

Gelesen: 08. – 12.11.2019, netto 309 Seiten.

Und wieder was neues von Garry Disher: Neben der Serie um den Cop Hal Challis, der genialen Verbrecher-Serie um Serieneinbrecher Wyatt und der neuen Serie um den einsamen Constable Hirschhausen kommt er mit noch einem neuen Star um die Ecke:

Der ex-Cop Alan Auhl kehrt nach 5 Jahren aus dem Ruhestand zur Polizei zurück, da diese Verstärkung in der Cold-Case Unit braucht.

Aus diesem ehr langweiligen Setting mach Garry Disher eine spannende und vielschichtige Geschichte, vor allem weil er den eigentlich Hauptfall nach hinten schiebt und sich mehr um Auhl und seine private Welt kümmert.

Und so richtig spannend wird es, als Auhl vor der Entscheidung steht ein Verbrechen zu begehen um ein Verbrechen zu sühnen. Und sich für die Sünde entscheidet. Ab da wird das Buch richtig gut und verlangt nach „verschlingen“. Ich hoffe das das Ende ein Cliff-Hanger war und Auhl nochmal zurück kommt. Er hat es verdient!#

Sagte ich schon das ich Garry Disher liebe?

Soundtrack dazu: Clowns – Eat A Gun, was sonst?

PS: Garry Disher himself…

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.398

Colin Dexter - Eine Messe für all die Toten (UT Metro, 2018)
Colin Dexter – Eine Messe für all die Toten (UT Metro, 2018)

Gelesen: 11. – 13.07.2019, netto 243 Seiten

Das 4te Buch der Morse & Lewis Serie und ein richtig feiner Spaß. Ich bin mir nicht mehr sicher wie viele Leichen es in diesem Buch gibt (und wie viele Morde). Verdächtige gibt es jedenfalls knapp 3x so viele.

Ein im Grunde einfacher  Fall, den Morse im Urlaub an sich reißt, wird dabei zu einem großartigen Panoptikum von kleinstädtischen Banalitäten. Und alle Banalitäten laufen auf mörderische Konflikte hinaus.

Am Ende stolpert Morse mal wieder von Idee (und Verdächtigen) zu Idee (und anderen Verdächtigen). Dabei ist er wunderbar rotzig (sowohl seinen Kunden als auch anderen Polizisten gegenüber) und schwer verliebt. Konsequent wie er als Polizist nun mal ist bringt er dabei seine große Liebe wg. erwiesener Schuld in den Knast – nur um am Tag der Entlassung mit ihr ins Bett zu steigen.

Ganz wunderbar und schön eingedampft – Colin Dexter packt in diese 243 Seiten alles rein! Aber Vorsicht: 1979 waren pädophile Priester offensichtlich etwas ganz normales und gaben der Sache nur ein wenig Farbe – ein Aufreger waren sie nicht.

Soundtrack dazu: Innocent Vicars – She’s here, was sonst?

PS: BBC, immer wieder herrlich altbacken.

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.397

Colin Dexter - Der letzte Bus nach Woodstock (UT Metro, 2018)
Colin Dexter – Der letzte Bus nach Woodstock (UT Metro, 2018)

Gelesen: 04. – 11.07.2019, netto 281 Seiten

Chronologisch das erste Buch der Morse & Lewis Serie von Colin Dexter, in einem verregneten Urlaub innerhalb weniger Wochen geschrieben.

Alles was an Chief Inspector Morse und Sergeant Lewis so liebenswert ist kommt hier schon vor, wenn auch noch nicht so stilsicher. Aber die Risse in der kleinen und sauberen Welt von Oxford und den umliegenden Dörfern, die sind schon sichtbar.

Dazu der ehr düstere wenn nicht sogar depressive Morse, der erst durch den Genuss einiger Pints zum Mittag so richtig aufblüht und der seine detektivischen Erfolge nach dem Prinzip Nase oder auch Zufall erreicht.

Hier geht es um die jungen Mädchen, die aufreizend ihren eigenen Weg gehen. Das verwirrt nicht nur verheiratete Männer sondern auch den Inspektor. Und ist im England der frühen 1970er ein echter … Aufreger. Am Ende steht dann natürlich eine Überraschung, wenn auch nach sehr vielen zufälligen Zufällen (so zufällig, das der erfahrene Krimi-Leser schon so seine Zweifel hat).

Schöner Englischer Krimi, überhaupt nicht altbacken sonder voller … depressiver Aufbruchstimmung.

Soundtrack dazu: Buck Eejit – Last Bus To Nowhere, was sonst?

PS: Das Buch habe ich schon in meiner Sammlung…aber als UT Metro Serie passt das nochmal rein.

Colin Dexter - Der letzte Bus nach Woodstock (Rohwolt, 1992)
Colin Dexter – Der letzte Bus nach Woodstock (Rohwolt, 1992)

PPS: Das Cover stellt mich vor Probleme – das der rororo Ausgabe ist schön Düster, passt irgendwie besser. Das der UT Metro Ausgabe passt durch den originalen AEC Routemaster aus Oxford natürlich zur Story.

PPPS: Verfilmt … natürlich herrlich altbacken!