my loveliest vinyl, part 17

Chin-Chin - Sound of the Westway (Farmer Records Chin-Chin 2, 1985)
Chin-Chin – Sound of the Westway (Farmer Records Chin-Chin 2, 1985)

Now this is Switzerland again and this is something special. There are a couple of all-girl post-punk groups in the US of A that state that their sound was inspired by this 80s Swizz band. The sound actualy was Punk but later it was dubbed „C86“ or „Schrammel-Pop“ – all  tags that i can not reconcile. They made energetic music, with limited abilities at the start and they where not afraid of „letting it all out“. They went to some fame as the were signed by the same lable as the Shop Assistents, a band that got a lot of fame in the UK. The verdict:

1977 – sure DIY! And plenty of Ramones,
published by a cool lable – Farmer Records where a small and cool DIY lable from CH!
found in a cool shop – Konneckschen back then, sure thing!
catching sound – „Never Surrender“ is a „ohhh-hoh-ohah“ anthem of timeless beauty. Should have been covered many many bands – but by the looks it hasn’t been…
not too bad words – yep, a real youth anthem!

I would realy like to know what happend to these girls!

The record got re-released in 2010 in the US of A and the marketing for that states:

In 1985, Chin Chin's album "Sound Of The Westway" was released on Farmer Records, containing 12 original compositions recorded and mixed in just 7 days. "Sound Of The Westway" is a brilliant mix of punk-informed crunch and buoyant pop melody that shows Chin-Chin tobe true pioneers of DIY noisy pop.

As it happens this combination of DIY punk ethic, fuzz guitars and bubblegum pop was also gaining traction in the UK with the nascent C86 scene. Featuring bands like Shop Assistants and The Pastels, C86 was a confluence of youngbands who were as influenced by Phil Spector as The Ramones, and Chin-Chin fit right in next to groups like The Rosehips and The Fizzbombs.

Listen! Volume Up!

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 892

James Palmer - Der blutige weiße Baron (Die Andere Bibliothek, 2010)
James Palmer – Der blutige weiße Baron (Die Andere Bibliothek, 2010)

Gelesen: 17. – 21.2012 (Zeit nicht genommen), netto 364 Seiten.

„History repeats itself“ haben schon die Big Boys gesungen aber diese Geschichte ist so unglaublich…

Da gab es, zurecht von der Zeit vergessen, einen durchgeknallten Deutsch-Russen (aus verarmten estnischen „Adel“) der nicht nur an den Zaren und die Monarchie glaubte (nein, der nichts anderes kennen wollte) so daß er nach dem ersten Weltkrieg ein „Weißer“ (oder „Konterrevolutionär“) wurde – nein, der Typ hatte dermaßen einen an der Klatsche das er auch noch ein frommer und fanatischer Buddhist wurde. Und wo geht das besser als im „fernen“ Osten, wohin ihn die Nachwehen des Krieges und der Revolution verweht haben.

Was die Sache spannend macht? Naja, der Typ war 1920 für 130 Tage sowas wie der Herrscher über die Mongolei, ein von China und Russland gleichermaßen ignorierter wie als „Puffer“ genutzter Landstrich. Und diese Herrschaft zeichnete sich durch Antisemitismus, Antikommunismus und gnadenloses Morden aus. Dazu legte er, wie jeder russische Offizier (sowohl vor als auch nach der Revolution) überhaupt keinen Wert auf das Leben seiner Soldaten, im Bestrafen von vermeintlichen Vergehen war eine ganz großer! Dann haben ihn die „Roten“ gefangen, abgeurteilt und erschossen. Angst hatten sie dennoch vor ihm. Und in der Mongolei gibt es noch heute Familien die ihn als Gottheit (!) verehren. Wow!

Das ganze von einem englischen Historiker kundig, sorgsam und weitreichend („episch“) vor dem historischen Hintergrund des Post-revolutionären Russlands erzählt ist eine echt feine Geschichte. Total spannend. Soundtrack dazu: Regulations!

PS: Die Andere Bibliothek von Eichborn ist immer wieder gut für handwerklich hervorragende Bücher (d.h. die Gestaltung uns Ausführung) sondern auch für großartige Geschichten! Mein ist #1002 der nummerierten Erstausgabe. Verdammter Sammler!

Bücher, schnell gelesen: Teil 891

William Gay - Nächtliche Vorkommnisse (Rohwolt, 2011)
William Gay - Nächtliche Vorkommnisse (Rohwolt, 2011)

Gelesen: 11. – 17.02.2012 (Zeit nicht genommen), netto 281 Seiten.

Klappentexter sind echt schlechte Menschen. Aber hier stimmt einmal fast alles – tatsächlich handelt es sich bei diesem Buch um ein kleine, feines und gemeines Road Movie aus dem Land der amerikanischen Hinterwäldler (offensichtlich die Heimat des Authors, der aus „Hohenwald, Tennessee“ stammt, eine offensichtlich Deutsche Ansiedlung im Nirgendwo der Berge und Wälder von Tennessee.

Die Geschichte ist gut, es sterben auch vermeindliche Helden und die Gewalt zieht sich als völlig normales Element durch die Geschichte. Am Ende gibt es kein Weglaufen mehr und der „Held“ muß selbst extrem gewalttätig werden um zu Überleben.

Sehr schön die Darstellung der Menschen und ihrer „hinterwäldlerischen“ Lebensweise und Lebensweisheiten. Das ganze gepaart mit der Hookline „Nekrophilie“ ist schon eine gelungene Nummer! Nicht wirklich gruselig aber gut zu Lesen! Soundtrack: Meat Puppets!