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  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.214

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.214

    James Lee Burke - Vater und Sohn (Heyne Hardcore, 2016)
    James Lee Burke – Vater und Sohn (Heyne Hardcore, 2016)

    Gelesen: 27. – 29.12.2016 netto 627 Seiten

    Mit “Fremdes Land” wurde vorgelegt, mit Vater und Sohn wird die Geschichte in und vor den ersten Weltkrieg verlegt und das Familien-Epos um die Hollands ausgeweitet. Großvater Hackberry Holland, ex-Texas Ranger und mit einem guten Hau gesegnet und sein Sohn Ishmael schlagen sich durch Texas und die Stellungen des ersten Weltkrieges.

    Mit viel Schwung und viel Detail wird die Familiengeschichte ausgebreitet und mit ordentlich Gewalt bereichert. Gewalt im Krieg gegen Mexiko, Gewalt im Kampf gegen die Gewerkschaften und Gewalt in den Stellungskriegen an der Westfront in Europa.

    Und natürlich findet alles einen gemeinsamen Nenner und eine gemeinsame Liebe. Und am Ende stirbt ein Waffenhändler auf überraschend clevere Art.

    Episch, es bleibt dabei. Einfach nur Episch!

    Soundtrack dazu: Immer noch Rank and File, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.213

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.213

    Benjamin Whitmer - Nach mir die Nacht (Polar Verlag, 2016)
    Benjamin Whitmer – Nach mir die Nacht (Polar Verlag, 2016)

    Gelesen: 26. – 27.12.2016 netto 263 Seiten

    Hammer! Ein direkter, ehrlicher und rauer Blick auf einen Teil der US of A, der oft im verborgenen liegt. Wanderarbeit, keine Krankenversicherung, Drogen und das große nichts – verursacht entweder durch Verlust oder durch Drogen. Oder beides.

    Patterson Wells verdingt sich als Katastrophenaufräumer und schaft es dabei nicht einmal seine eigenen (Alkohol, Tod seines Sohnes) zu bewältigen. Zusammen mit anderen Abgefuckten befindet er sich auf einer Spirale nach unten und es gibt keine Hoffnung.

    Das ganze wird zurecht als “Country Noir über das was Väter Söhnen und Söhne Vätern antun” beworben und ist hammerscharf bzw. hammerhart. Und Männer kennen nur einen Weg Gefühle zuzulassen: Gewalt!

    Jede Menge Tote, jede Menge lakonische Gewalt – ein Hammerschlag von einem Buch! Kaufen! Lesen! Verfilmen!

    Soundtrack dazu: The Fuck Off and Dies!, was sonst?

    PS: Dazu passt diese aktuelle Meldung:

    http://www.sueddeutsche.de/leben/drogensucht-in-den-usa-alle-sieben-stunden-eine-ueberdosis-1.3300990
    http://www.sueddeutsche.de/leben/drogensucht-in-den-usa-alle-sieben-stunden-eine-ueberdosis-1.3300990
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.212

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.212

    Ross Thomas - Protokoll für eine Entführung (Alexander Verlag, 2016)
    Ross Thomas – Protokoll für eine Entführung (Alexander Verlag, 2016)

    Gelesen: 21. – 26.12.2016 netto 257 Seiten

    Im englischen Original ist es “Protocol for a kidnapping” und im Zusammenhang mit dem US Außenministerium ist es die Handlungsanweisung für den Fall, das ein Mitarbeiter entführt wird. Das Setting für den Mittelsmann Philip St. Ives  ist damit klar – eine Botschafter wurde entführt und soll ausgetauscht werden.

    Aber alles war einfach scheint wird dabei unschön: St. Ives kennt die Botschafter von früher und Belgrad ist in den 70ern nicht wirklich ein guter Boden für die US of A. Dazu ist das Tauschobjekt auch in Belgrad und Geld wird auch verlangt. Nicht nur der Leser sondern auch St. Ives und seine Freunde kommen schnell auf den Trichter das hier nicht alles stimmt.

    Und so bleibt das ganze eine humorvolle und trickreiche Schnitzeljagd mit überraschend viel Sex und Toten. Schwungvoll und wie immer bei Ross Thomas heute völlig aus der Zeit gefallen. Guter Stoff!

    Soundtrack dazu: Radnička Kontrola, was sonst?