Walter Mosley - Falscher Ort, Falsche Zeit (Suhrenkamp, 2011)

Bücher, schnell gelesen: Teil 889

Walter Mosley - Falscher Ort, Falsche Zeit (Suhrkamp, 2011)
Walter Mosley - Falscher Ort, Falsche Zeit (Suhrkamp, 2011)

Gelesen: 30.01. – 04.02.2012 (Zeit nicht genommen), netto 408 Seiten.

Walter Mosley ist mir durch die großartige „Easy Rawlins Serie“ (ein schwarzer Privatdetektiv in LA) bekannt geworden – ich habe diese Zeitgleich mit James Ellroy und seinen großartigen LA-Romanen entdeckt und verschlungen.

Genauso wie Walter Mosley von LA nach NY umgezogen ist (das allerdings bevor er anfing zu schreiben) ist sein Held nun ein Privatermittler mit zwielichtigem Hintergrund: Leonid McGill ist eine ex-Mobster der vor seinen Dämonen fliehen will und dabei versucht nur Gutes zu tun. Das dieses Gute auch beinhaltet schlechten Menschen weh zu tun ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.

Wie alle Bücher von Walt Mosley ein großartiges Lehrstück über das schwarze Amerika, die Angst des schwarzen Amerikas vor der (in der Regel) weißen Polizei und die Macht der Mächtigen – die eigentlich und im Hintergrund aus ureigensten Motiven die Geschicke der Stadt leiten. Alles schön beiläufig und lakonisch –  eine spannende Story auf der Such nach dem gefallenen Mädchen, dem unschuldigen Engel – der am Ende natürlich gar nicht so rein weiß ist. Dazu die eigenen Familienprobleme, die ständige Kabelei mit der Polizei – eine rundum spannende und flüssige Geschichte.

Magst du Hammet und Chandler magst du auch Mosley! Soundtrack: Bad Brains!

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