Bücher, schnell gelesen: Teil 1.155

Jo Walton - Die Stunde der Rotkehlchen (Golkonda Verlag. 2014)
Jo Walton – Die Stunde der Rotkehlchen (Golkonda Verlag. 2014)

Gelesen: 17. – 24.01.2016, netto 280 Seiten.

Ich mag ja Bücher mit etwas verschobener Realität oder aber alternativen Geschichtsverläufen, vor allem wenn diese konsequent und und inhaltlich sinnvoll daherkommt.

Jo Walton hat sowas versucht und einigermaßen cool hinbekommen. Die Serie um den Scotland Yard Inspektor Carmichael nimmt ein das England im Jahre 1949 ins Auge – ein England das Frieden mit Hitler geschlossen hat und Deutschland auf dem Kontinent und gegen die Russen gewähren lässt (und die US of A sind nie in den Krieg eingetreten, sie verfolgen die Allianz mit dem japanischen Kaiserreich). Gutes setting, elegant im Buch eingeführt.

Das Buch enthält einen Faden, dabei wird die Geschichte entweder aus der Sicht einer jungen Adeligen erzählt die mit einem Juden verheiratet ist (und Juden haben auch in England einen schweren Stand), zum andere wird über Inspektor Carmichael erzählt. Beide Perspektiven sind dabei in unterschiedlichen Stilen erzählt, so das die lange, detaillierte und  sorgfältige Geschichte ehr langatmig daherkommt. Aber immer schlüssig in ihren Bildern.

Für Freunde des „alten“ englischen Polizeiromanes würde ich sagen. Aber kein schlechter Start!

Soundtrack dazu: Tenpole Tudor, was sonst?

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