Bücher, schnell gelesen: Teil 1.128

David Lagercrantz - Verschwörung (Heyne, 2015)
David Lagercrantz – Verschwörung (Heyne, 2015)

Gelesen: 01. – 03.10.2015, netto 592 Seiten.

Tja, das ist jetzt natürlich schwierig. Verblendung, Verdammnis und Vergebung hatten wir schon und zwar vom Autor selbst – Stieg Larson. 10 Bücher hatte er konzipiert, der vierte Band liegt als Expose vor. Aber eben alles Posthum, da 2004 schon verstorben war.

Um das Gesamtwerk gab es offensichtlich Streit zwischen der Familie und seiner Freundin, so das der vierte Ban wohl nie das Licht der Welt erblicken wird. Was macht also der Verlag, der quasi ein Vermögen mit den Büchern verdient hat und verdienen kann? Er lässt jemand anderen einen weiteren Band schreiben. Das wäre wohl so als wenn Sire 4 Typen mit einer neuen Ramones LP beauftragt. Und das wäre irgendwie Scheiße.

Aber es ist so passiert und David Lagercrantz hat sich redlich bemüht etwas im Stil von Stieg Larson hinzubekommen. Und, sorry, es ist tatsächlich gelungen. Nahtlos fügt sich das Buch an die Trilogie, die Figuren werden elegant weitergeführt und der Aufhänger für das Buch ist geschickt an einem sicher oft überlesenen Details aus Lisbeth Salanders Leben rangehängt. Fesselnd, mit viel Geschwindigkeit und mit der gleichen Härte wie die anderen Bücher. Und am Ende ein Cliffhänger. Als Gesamtstory passt das, als Vermächtniss natürlich reine Grabschändung. Aber das hat der Kunstbetrieb sowieso immer gemacht.

Ich will jetzt mehr in dieser Qualität!

Soundtrack dazu: Gatans Lag, was sonst?

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