Bücher, schnell gelesen: Teil 1.551

Franck Bouysse – Rauer Himmel (Polar Verlag, 2021)

Gelesen: 10. – 14.10.2021, netto 176 Seiten

Ein Roman Noir ganz ohne Polizei, ohne einen Detektiv und mit ganz wenig Dialogen. Kann ein Buch in der Krimi Serie des Polar Verlages so funktionieren?

Ja, kann es. Es ist sogar extrem fesselnd!

Erzählt wird eine einfache Geschichte von einfachen Menschen … mit einem furiosen Finale.

In Les Doges, weit draussen in den Cévennen, leben nur noch 2 Bauern: Gus und Abel. Harte Arbeit auf kargem Boden und vor allem im Winter ohne viel Hoffnung.

Ganz langsam erzählt Franck Bouysse die Geschichte von Gus, von unerfüllten Sehnsüchten und von den wenigen Kontakten die er so hat. Sein Nachbar Abel ist älter und ebenso wortkarg und schräg. Beide leben in ihrer Welt und für ihre Einsamkeit. Beide sind großartige bärbeißige Charaktere, die vor allem mit Menschen von außerhalb wunderbar garstig umgehen.

Ganz langsam schleicht sich dann aber etwas in ihr einsames Leben, das sie so noch nicht kannten. Und am Ende gibt es etliche Überraschungen und nichts wird mehr so sein wie bisher, im wahrsten Sinne des Wortes.

Cooles Buch für die Einsamkeit, cooles Buch über die destillierte Essenz des bäuerlichen Lebens.

Spundtrack dazu: Youth Avoiders – Ghostland, was sonst?

PS: Und Franck Bouysse so?

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