
Gelesen: 01. – 04.02.2026 (netto 323 Seiten)
Aus dem schottischen Englisch von Jürgen Bürger.
Eigentlich sollte die Skelf-Reihe von Doug Johnstone nur eine Trilogy bleiben. Zum Glück aber hat sich der Autor entschlossen die Reihe fortzuführen. Zu gut ist das Setting aus “Bestatterinen & Detektivinen” und zu cool stromern die 3 Generationen von weiblichen Skelfs durch Edinburgh.
Jeder trauert anders. Fragt mal Jenny Skelf! In Einbalsamiert hat sie ihren gewalttätigen ex-Ehemann angezündet und aufs Meer hinaustreiben lassen. Und, ganz starke Frau, das ganze schnell hinter sich gelassen.
Und nun?

Jenny ist definitiv durch den Wind, dito Danny, der durch die Skelfs seine Mutter beerdigen ließ und nicht glaubt das sein Vater tot ist. Und die Skelfs bittet das ganze zu untersuchen.
Ebenso durch den Wind ist Udo, ein japanischer Gentlemen, der durch den Geist seiner Frau gequält wird. Die wurde durch die Skelfs beerdigt und ihr Geist verprügelt den alten Mann jede Nacht.
Und Hannah, die hat eine durchgeknallte Stalkerin an den Backen. Deren Art zu trauern sehr anhänglich ist. Zu anhänglich.
Und Jenny bekommt es mit der Familie ihres nunmehr toten ex-Gatten zu tun und der Polizei, denn die verkohlte Leiche ist aufgetaucht und … ist es Mord gewesen?
Irgendwie braut sich da was zusammen, irgendwie wird es immer fieser und irgendwie bekommen die Skelfs das ganze nicht in den Griff.
Quasi Atemlos hetzt die Story die Skelfs durch die Stadt. Als Gegenpol gibt es aber dazwischen ganz wunderbare Momente von Zerbrechen und Wiederaufbauen.
Es ist ein Roman über Schmerz, Trauma und Trauer, aber auch wenn das düster und deprimierend klingt, trust me, das ist es nicht – er ist an einigen Stellen bitterböse komisch und zugleich still lebensbejahend.
Den der Tod, der gehört dazu. Schon immer. Und er bleibt immer der Anfang.
Großartig, ctd!
Soundtrack dazu: Generation X – Too Personal, was sonst?
PS: Perfekter book trailer!


