Bücher, schnell gelesen: Teil 1.496

Michael Farris Smith – Desperation Road (Ars Vivendi, 2018)

Gelesen: 19. – 21.12.2020, netto 269 Seiten

Schuld und Sühne, diesmal auf eine etwas andere Art. Eine kleine Geschichte über Menschen die etwas hinter sich lassen wollen und einfach nur nach einer zweiten oder einer weiteren (oder letzten?) Chance suchen.

Russel hat 11 Jahre im Knast gesessen weil er im Suff jemanden totgefahren hat. Er kommt nach Hause zurück und wird erstmal von den Verwandten, deren Bruder er getötet hat, in die Mangel genommen – nix mit Schuld abgesessen.

Mabel und ihre Tochter irren über den Interstate und wollen nur weg – weg von den Drogen, weg von den Männern. Irgendwie sind auch sie auf dem Weg nach Hause und geraten … an einen Mann. In Uniform. Mabel erduldet den Missbrauch, so wie immer. Aber der Cop will nochmal, da greift Mabel seine Knarre und knallt ihn ab.

Und natürlich kreuzt sich die Bahn von Russel und Mabel. Und als Russel rausbekommt das sie a) die Knarre hat, die die Polizei sucht, und b) einen Cop abgeknallt hat da wird ihm klar das er mit ihr an seiner Seite direkt wieder in den Knast kommt.

Am Ende ist einer von Russels Peinigern Tod, Mabel und ihre Tochter am Leben und Russel … mit seinem besten Freund, einem Cop, im Reinen.

Schuld und Sühne, aber beim wen bzw. für wen? Da Michael Ferris Smith diesen Teil überraschend fein in die lakonisch erzählte Geschichte verwoben hat verrate ich das nicht.

Schnell, hart und direkt. Und es ist für mich keine Überraschung das die Filmrechte bereits vergeben sind – bei mir hat das Kopfkino gezündet.

Perfektes Urlaubsbuch für einen Besuch im Mississippi Delta. Oder eine lange Bahnfahrt in den Süden. Auf jeden Fall ein gutes Buch.

Soundtrack dazu: Monster Magnet – Sin’s A Good Mans Brother, was sonst?

PS: Oh .. auch Bücher haben Trailer. Ich würde ja gerne den Filmtrailer sehen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.