Bücher, schnell gelesen: Teil 1.073

Neil Gaiman - Der Ozean am Ende der Straße (Eichborn, 2014)
Neil Gaiman – Der Ozean am Ende der Straße (Eichborn, 2014)

Gelesen: 11. – 12.11.2014, netto 227 Seiten.

Neil Gaiman schreibt nicht nur großartige Bücher sondern auch klasse Conics – das mal so am Rande. Der Klappentext preist diese kleine Fingerübung als „poetisches Juwel“ und das ist natürlich totaler Blödsinn. Es es ist einfach eine kleine Fantasie über die Jugend und die phantastische Vorstellungskraft eines Kindes. Nicht mehr und nicht weniger. Wer also das Kind im Kopfkino erwecken kann ist hier richtig, wer nicht – der soll es lassen. Ein paar gute Illustrationen reichern das ganze noch an, das ist sicher ein Plus.

Soundtrack dazu: Madness, was sonst?

PS: Ich muss wohl auch das englische Original lesen, ich finde den Textfluss teilweise etwas „sperrig“ – keine Ahnung ob das an der Übersetzung oder am Original liegt. Das deutsche Cover ist schon mal nicht so richtig gut…

NeiL Gaiman - The Ocean at the end of the Lane (William Morrow, 2013)
NeiL Gaiman – The Ocean at the end of the Lane (William Morrow, 2013)

Bücher, schnell gelesen: Teil 987

Gerhard Henschel - Menetekel (Die Andere Bibliothek, 2010)
Gerhard Henschel – Menetekel (Die Andere Bibliothek, 2010)

Gelesen: 19.05. – 25.05.2013 (Zeit nicht genommen), netto 308 Seiten plus 53 Seiten Literaturnachweise.

Splendid! Ein cooleres non-noir Buch habe ich lange nicht gelesen. Gerhard Henschel hat sich mal eben so detailliert und in Menge die beruflichen Schwarzseher, Spassverderber, Lustverneiner und linken Spiesser vorgenommen. Dazu den ganzen Kirchenabschaum und die Rechten – von den Konservativen der 1800er Jahre bis in die spät 1960er (einer Zeit, in der Ehebruch noch strafrechtlich verfolgt wurde).

Wir er das macht? Er macht das großartig: Zitat auf Zitat entblöst die Spinner und dann macht er „Zack“ mit einem Satz den Deckel drauf. Unglaublich klug, unglaublich wortgewandt und einfach unterhaltsam zu lesen.

Der von mir nicht immer geschätzte Wiglaf Droste sagt dazu: „... äußerst lehrreich und sehr lustig … Ausführlich, zitatgesättigt und souverän führt Henschel die Weltuntergangsstimmung als Neurose lustunfähiger, freudenfeindlicher Nußknacker vor.“ Dazu gibt es aber auch garnix mehr zu ergänzen! Kaufen! Zitate merken!

Soundtrack dazu: Satan’s Pilgrim, was sonst?

PS: Book Collectors are pretentious assholes – #0480 der nummerierten Erstausgabe!

Bücher, schnell gelesen: Teil 914

Frank Goosen - So viel Zeit (Eichborn, 2007)
Frank Goosen - So viel Zeit (Eichborn, 2007)

Gelesen: 28. – 30.04.2012 (Zeit nicht genommen), netto 371 Seiten.

Eigentlich ein typisches Urlaubsbuch – und so ist es auch mit in den Urlaub gelangt. Hat mit Sicherheit da mit zu tun, daß ich im Urlaub 48 geworden bin – das passt zu diesem Buch.

Es ist eine launige Geschichte über ein paar Freunde die in der Midlifecrisis beschließen den Jugendtraum einer Rock (Rock!) Band wiederauferstehen zu lassen.

Das ganze führt natürlich zu endgültigen Veränderungen in ihrem Leben – alles irgendwie vorhersehbar aber dennoch launig erzählt.

Wie gesagt – etwas für den Urlaub. Etwas für Alte.

Soundtrack: Lokalmatadore!