Das ist traurig! Ein weiteres altes Fußballstadion in Hamburg verschwindet. Der SC Concordia, einst eine Aushängeschild des Hamburger Amateurfußballs und Ausbilder zahlreicher Profifußballer, ist blank und sein von der Stadt gepachtetes Gelände incl. Stadion mit großartiger Sitztribüne, fällt – so vermute ich – Immobilenentwicklern anheim. Schade – ich habe da einige großartige Schlachten gesehen. Aber wahrscheinlich war den etwas vornehmeren Nachbarn ein lauter Sportplatz sowieso ein Dorn im Auge.
Hamburg verliert damit eine Stadion in das locker 5.000 Zuschauer gingen – auch wenn die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ehr nervig war!
Gelesen: 01. – 07.10.2012 (Zeit nicht genommen), netto 402 Seiten.
Ian Crowley hatte nicht recht. Mit dem zweiten Teil der Mongoliad Saga nimmt das ganze eine ordentliche Gestalt an und ist in keinem Fall “Spinal Crap”. Habe ich beim ersten Buch noch so den Pfiff vermisst so muss ich nach dem zweiten sagen das die Geschichte bzw. die parallel verlaufenden Erzählungen immer spannender und flüssiger werden.
Wir verfolgen durchgeknallte Tempelritter bzw. Ritter die ihre Existenz aus der Verteidigung des Glaubens ableiten, durchgeknallte und alkoholabhängige Khane, durch Kriegswirren völlig abseitig gewordene Priester und so andere in den Wirren der Zeit vergessene Völker im Jahre 1241.
Ich glaube jetzt daran, das diese ganze Serie spannend wird. Hat sicher auch damit zu tun, das mit Book One der ganze Hintergrund verinnerlicht ist und die “Helden” der einzelnen Linien (die sich auch immer wieder kreuzen) einem schon vertraut sind.
Bokk Three erscheint im Februar 2013, ich freue mich!
Soundtrack dazu: Ska-P!
PS: Wie alle Neal Stephenson Bücher in Englisch zu lesen (bzw. eine deutsche Übersetzung gibt es noch garnicht).
John Jughead Pierson – The last temptation of Clarence Odbody (2011, Hope and Nonthings)
Gelesen: 08. – 30.09.2012 (Zeit nicht genommen), netto 221 Seiten.
Es ist schon spannend wenn man irgendwann feststellt, das einer aus einer Lieblingsband gar kein richtiger Punker ist sondern ein Theaterschauspieler … und auch noch Stücke produziert. Im Theater. Arrgghhh.
Tja, man lernt nie aus – Musik, Musiker und Privatleben sind halt 1000 verschiedene Dinge. John Jughead von Screeching Weasel ist ein Theatermensch durch und durch und er schreibt auch Bücher.
In diesem nimmt er sich einer amerikanischen Ikone an, die als Verfilmung immerhin für 5 Oscars nominiert war. John nimmt die Originalgeschichte, dreht sie einmal auf den Kopf und spielt ein sehr detailiertes “was wäre eigentlich wenn” Spiel. Um das ganze zu verstehen hilft es in jedem Fall die Originalgeschichte in groben Zügen nachzulesen – dann wir das Kopfkino durch dieses Buch excellent befeuert. Eigentlich eine tolle Methode, die ich mir auch für andere Bücher mal wünschen würde: Was wäre eigentlich aus den Menschen in diesem Buch geworden wenn in einer Situation das ganze anders verlaufen wäre? Wow, sowas können Punkrocker? Yes, Sir!
Gelesen in Englisch, mit zu viel anderen Dingen zu tun, daher zog sich das hin wie Gummi – lag aber nicht am Buch!