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Bücher, schnell gelesen: 1.724

John Brownlow – Eighteen (Rowohlt, 2024) Gelesen: 28. – 29.08.2024 (netto 415 Seiten)
Aus dem Englischen von Stefan Lux.
Das ging dann doch schnell, das wir der nächste Teil der “Seventeen Reihe” in die Finger gekommen ist. Der erste Teil war launig und unrealistisch wie ein James Bond Film – aber voller Tempo.
Der nächste Teil erzählt quasi die logische Fortsetzung, Sventeen versucht wie sein Vorgänger abzutauchen und zu verhindern das es einen Eighteen gibt (den gibt es nämlich nur wenn jemand Seventeen killt).
Und prompt ist eine Mordanschlag da. Aber so falsch, das etwas nicht stimmt. Und hier wird dieses Buch so viel besser als sein Vorgänger, weil es nämlich weniger in der Welt rumballert.
Es wird nämlich persönlich. Quasi privat. Und mit noch mehr Tempo und Witz geht es auf einen spannenden Höhepunkt zu.

( (c) Rowohlt Verlag 2024) Bonus: Kein Happy End.
Schlicht und einfach gute Unterhaltung. Bin gespannt wie Nineteen wird. Und wo/wie das Verfilmt wird, ist nämlich Filmtauglich geschrieben.
Soundtrack dazu: Street Dogs – Eighteen For Life, was sonst?
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Bücher, schnell gelesen: 1.723

Liza Cody – Die Schnellimbissdetektivin (Ariadne Krimi, 2024) Gelesen: 24. – 27.08.2024 (netto 346 Seiten)
Deutsch von Iris Konopik.
Liza Cody schreibt einfach klasse Bücher mit weiblichen Helden, voller Humor. Und mit einfachen, realen und sehr weltlichen Themen.
Hannah Abram war Cop und ist bei der MET rausgeflogen. Weil sie sich gegen ihren Ex, auch Cop, gewehrt hat. War obdachlos. Und arbeitet jetzt in einem Schnellimbiss im Volkspark.
Und nebenbei hilft sie ihren Kunden mit kleinen Diensten. Verlorener Hund? Hannah fragen. Fahrrad geklaut? Kann Hannah wieder besorgen. Alles cash, alles ohne Detektivlizenz. Aber immer mit Herz, Bauerschläue und viel bissigem Humor.
Aus kleinen Fällen werden große – verschwundene Verwandte, untergetauchte Ehefrauen, durchgeknallte Stalkerinen und am Ende eine Tote.
Dazu private Probleme und nie eine ruhige Minute. Aber Hannah beißt sich durch, weibliche Intuition siegt – wenn auch zäh und mühselig. Zum Glück lässt Liza Cody dabei das Happy End konsequent klein oder gleich ganz weg. Kompromisse können auch Siege sein. Selbstironie stärkt.
Und am Ende kommt dann auch ein Hauch privates Glück zu Hannah. Aber ob das bleibt?
Echter Rassismus, echter Frauenhass, echter Missbrauch und echtes Prekariat.
England, post-Corona. Durchwursteln. Überleben.
Ganz wunderbar und Hannah ist eine würdige Nachfolgerin von Lady Bag! Definitiv mehr davon!
Soundtrack dazu: The Pretenders – The Phone Call, was sonst?