Bücher, schnell gelesen: Teil 1.000

George Pelecanos - Ein schmutziges Geschäft (Rowohlt, 2012)
George Pelecanos – Ein schmutziges Geschäft (Rowohlt, 2012)

Gelesen: 09. – 16.08.2013 (Zeit nicht genommen), netto 376 Seiten.

Das war schön kurzweilig, auch wenn ich über Gebühr Zeit dafür gebraucht habe – aber das lag an allen anderen Dingen die neben lesen auch noch so zu erledigen oder zu genießen sind.

Das ganze ist, wenn ich es recht verstanden habe, als eine Serie geplant, in den US of A ist zumindest der 2te Teil schon erschienen. Als Abwechslung ist es hier mal nicht ein Polizist oder Detektiv der den Protagonisten gibt sondern ein „Ermittler“ (jemand der für einen Anwalt im trüben fischt). Spero Lucas ist dabei ein ex-Marine der natürlich vieles kann, geduldig überwachen ebenso wie Leute umbringen.

Der Plot ist leidlich spannend, spannender ist da schon wie bei seinen anderen Büchern das detailreiche beschreiben des Lebens in Washington DC – diesmal ehr schnörkellos und mit einem kleinen Hang zum Detail (nervt aber nicht wirklich). Als freischaffender Sachenwiederbeschaffer kenn Spero keine moralischen Grenzen, ebensowenig wie in seinem Privatleben. Beides geht dann auch gegen die Wand – wobei am Ende leider (und der Serie geschuldet) das Berufsleben einen positiven Ausklang findet…

Ich fand’s nicht schlecht aber irgendwas fehlte…mal sehen wie es weitergeht!

Soundtrack dazu: Void, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 958

Josef Kelnberger - Bullen und Schweine (Kindler bei Rowohlt, 2012)
Josef Kelnberger – Bullen und Schweine (Kindler bei Rowohlt, 2012)

Gelesen: 19. – 24.11.2012 (Zeit nicht genommen), netto 343 Seiten.

Oh my god, was für ein Buch. Großartiger, tongue-in-check Titel, gepaart mit Lokalkolorit und gepaart mit, ja, mhhh, evtl. der Nutzung bewusstseinserweiternder Medikation.

Also – das ist ein Niederbayernkrimi und als solcher werden alle Vorurteile und Schubladen wohl zurecht bedient. Die Story ist eigentlich ganz ok, da lange nicht klar ist wer eigentlich der Durchgeknallte ist. Die anfallenden Tötungsdelikte sind dabei nur Beigabe und sicher nicht der Kern den ganzen. Und Mittendrin das Passagen die im Buch nur schwer funktionieren (im Film als Drogennebelblende aber schon).

Am Ende viel Spannung weil viel Überraschung, ob allerdings jeder Leser es bis dahin schafft – mmmhhhh, gute Frage. Ich denke nicht. Putziger Krimi mit Lokalkolorit, Marke „Durchgeknallt“. Muß ja nicht immer aus den USA kommen sowas.

Soundtrack dazu: A+P, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 918

Stephan M. Rother - Ich bin Herr deiner Angst (Rowohlt rororo, 2012)
Stephan M. Rother - Ich bin Herr deiner Angst (Rowohlt rororo, 2012)

Gelesen: 11.05. – 18.05.2012 (Zeit nicht genommen), netto 567 Seiten.

Mhhh, das ist ein schwieriges Buch. Als Hamburger habe ich mich über das – für meinen Geschmack – zu dick aufgetragene Lokalkolorit geärgert. Das ging mir Zeit irgendwann so auf den Sack, das ich das lesen fast abgebrochen hätte. Zum Glück habe ich durchgehalten, zum Ende hin wird das ganze eine leidlich spannende (aber sehr bemüht konstruierte) Psycho-Schnitzeljagd, mit einem echten Bösewicht der aus dem Hintergrund die Fäden zieht.

Gut ist, daß die „Helden“ (von denen es 2 gibt) am Ende die volle Wucht des Bösen abbekommen – schade aber das am Ende das Böse einen ehr billigen Cliffhänger bekommt.

Kann mann lesen, muß mann aber nicht. Am Ende zu viele Worte, zu viel Vorbereitung einer Situation…das ganze geht sicher prägnanter. 50/50 würd ich sagen.

Soundtrack dazu: Malaria!