
Gelesen: 30.08.2026 (netto 197 Seiten)
Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob.
Hui, ein kleines Extra von Jo Nesbø. Im Original 2021 erschienen als Teil einer Kurzgeschichtensammlung, in Deutsch als Einzelbuch im Taschenbuchtformart (mit Hardcover).
Die Story hat nichts mit seinen Krimis zu tun sondern ist mehr eine Reflektion auf die Corona-Zeit: Jo lässt den Virus in den US of A freidrehen, die Gesellschaft zerstören und zeichnet ein durch und durch dystopisches Weltende auf – aber ein sehr realistisches.
Denn die die Geld haben, retten sich. Die anderen versuchen zu überleben, auf Kosten derer die sich ein wenig weniger wehren können.
Und aus einer unerfüllten Teenagerliebe wird eine brutale Entführung. Und aus einer Rettung, wird eine brutale Verteidigung.
Und Solidarität gibt es nicht mehr.
Genauso wenig wie Gerechtigkeit.
Wer wie ich aus dem Jo Nesbø Kosmos kommt und diesen liebt, der findet die ganze Story wohl ehr so lala: Hat seine guten Seiten aber ist nicht noir oder pulp genug.
Als Mahnung an eine Alternative, die an uns vorbeigegangen ist passt es aber schon. Das hätte der Preis der Corona-Leugner sein können!
Aus meiner Sicht nur was für Sammler (der ich bin).
Soundtrack dazu: The Hallingtons – Rathead, was sonst?

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