
Gelesen: 05. – 09.09.2026 (netto 317 Seiten)
Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs und Nils Hinnerk Schulz.
Das dritte Buch von Gunnar Staalesen bei Polar, das 17te in der Varg Verum Reihe und im Original von 2010. Und spielt 1998.
Die zeitliche Einordnung hilft, denn heutzutage sind Zweifel an der Windkraft in Skandinavien ehr … selten. Aber genau das ist der Backdrop:
Ein potentielles Windkraft-Projekt draußen in den Westfjorden ist umstritten: Die Bewohner der kargen Ecke sind ehr trockene christliche Puristen, die Bauunternehmer und Grundbesitzer auf ihren Gewinn bedacht und es gibt versprengte Umweltschützer, die Windkraft für Teufelszeug halten.
Angeheuert wird Varg von einer Freundin seiner zukünftigen Frau, denn ihr Mann ist verschwunden. Und der steuert ein Kerngrundstück in dem Projekt dazu. Und je mehr Varg einsteigt, um so schräger wird die Konstellation:
Die Kinder des Verschwundenen sind entweder dafür oder bei den Umweltschützern. Bei den Umweltschützern sind welche dagegen und andere mit Eigeninteresse dagegen (einer Versucht das fragliche Grundstück in den Besitz zu bringen).
Der verschwundene Bauunternehmer taucht nach einigen Tagen wieder auf, allerdings auf einer Insel und an einem Kreuz. Tot.
Varg bleibt aber am Thema dran, hat einen neuen Auftraggeber und findet immer mehr Details heraus. Und am Ende den Täter, allerdings zu einem sehr hohen Preis: Seine Freundin kommt dabei ums Leben.
Irgendwie bin ich mit der Story nicht warm geworden, zumal ich bereits nach einem Drittel die eigentliche Lösung des Buches (richtig) vermutete. Was funktioniert hat war die Beschreibung von Land und Leuten, ich kann mir das Leben da draußen ziemlich gut vorstellen.
Aber so richtig Spannung kam nicht auf.
Schade.
Soundtrack dazu: Skambankt – Ulv, Ulv!, was sonst?

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