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Gerald Pochop – Tanz Auf Dem Vulkan (Hirnkost, 2025)

Gelesen: 19. – 22.06.2026 (netto 364 Seiten)

Oral History, DDR und von Frauen, die es damals hautnah erlebt haben. Nämlich die Punk Szene und wie die Staatsicherheit unter dem Befehl “Härte gegen Punk” seit Sommer 1983 versuchte, den Sozialismus gegen den übermächtigen Gegner “Jugendkultur” zu verteigigen.

Das Buch wurde im Rahmen einer Lesung im Hafenklang in seiner 2ten Auflage vorgestellt, dabei gab es schon ordentlich O-Ton und eine ziemlich klare Vorstellung davon, was den Protagonisten damals so passiert ist.

Im Buch kommen 23 Frauen zu Wort, es gibt Fotos, Kopien aus den Stasi-Akten und die Gewissheit, das die persönliche Freiheit immer und immer wieder verteidigt werden muss. Für einen selbst, aber auch für die Leute um einen rum.

So richtig spannend wird es, wenn die Protagonistinnen offen erzählen warum sie irgendwann aufgegeben haben, warum sie irgendwann nicht mehr 100% solidarisch waren und wie das Gift der Zersetzung die Kinder (das waren die meisten) kaputt gemacht hat.

So individuell das “Ich werd Punk” Erlebnis war, so individuell sind auch die Lebensläufe (und die Spuren, die die Zersetzungsarbeit der Stasi hinterlassen haben).

Aus meiner Sicht auch gut (und richtig), das der Feind, der Gegner, die Stasi etc. keine Stimme erhält.

Klasse Buch, noch besser aber wenn ihr eine der Lesungen mitnehmen könnt!

Klick!Mich!An!

Am spannendsten, wie immer für mich, ist “… und was machen die heute?“.

Soundtrack dazu: Namenlos – Nazis wieder in Ost-Berlin, was sonst?

PS: Und Geralf so?

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