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Malin Thunberg Schunke – Tödliche Felder (Polar Verlag, 2026)

Gelesen: 07. – 20.05.2026 (netto 373 Seiten)

Aus dem Schwedischen von Stefanie Werner.

Schon das erste Buch von Malin Thunberg Schunke bei Polar war ein ziemlicher Brocken, für Tödliche Felder gilt das auch. Diesmal gibt es aber weniger Recht & Gesetz sondern tatsächlich sowas wie einen länderübergreifenden Krimi.

Die Mafia in Italien macht ja so mit allem Geschäft, was ordentlich Geld abwirft. Neben Drogen gibt es auch … Bio Tomaten. Damit kann auch gutes Geld verdient werden, wenn die Saisonarbeiter wie Sklaven behandelt werden, das Ernterisiko mit Chemie begrenzt wird und auch sonst die Regeln die eigenen sind.

Saisonarbeiter aus Polen und Rumänien sind in Italien verschwunden, eine Ermittlungsgruppe mit Hilfe von Eurojust wird aufgestellt und Fabia Moretti und Esther Edh haben einen neuen Fall.

Das ganze ist ziemlich nah an der Realität, bezieht sich durchaus auf die Wirklichkeit in Europa, wo verbotene Pestizide immer noch gehandelt werden dürfen (nur nicht eingesetzt). Von Italien zieht sich der Fall auch nach Hamburg, da über den Hafen die Importe der Chemikalien aus China laufen.

Dazu kommt noch einen Nebenschauplatz in Stockholm, der Freund von Esther ist offensichtlich … ein Cliffhänger.

Ich komme irgendwie nicht besonders gut mit der wirklich ausführlichen Art von Malin Thunberg Schunke klar und das Lesevergnügen fühlt sich zäh an – die Spannung jedoch, die ist da (kommt halt nur langsamer ins Rollen).

Am Ende aber ein sattes Stück Europa-Realität, incl. einem von der Mafia entführten Journalisten (der zu nah dran war), armen Italienern, die knallhart ausgenutzt werden (und das doppelt), und Mafia-Gangstern mit BWL Abschluss die einfach mit ihrem Geschäft durchkommen.

Immer noch anders, immer noch nicht schlecht. Bin gespannt was aus dem Cliffhänger wird!

Soundtrack dazu: Asedio – Campo de batalla, was sonst?

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