
Gelesen: 19. – 22.03.2026 (netto 232 Seiten)
Übersetzt aus dem amerikanischen English von Sepp Leeb.
Cool, wahrscheinlich der ruhigste Knaller den ich je gelesen habe. 3 Kerle, alle auf der Suche nach Liebe und alle irgendwie auf der falschen Bahn.
Da ist Doug, er wohnt mit seiner dementen Mutter zusammen und hat seit Jahren schon keine Beziehung mehr. Sein Befriedigung holt er sich bei Escorts. Und er betreibt eine Website als “Professor Romance”, auf der einsame Männer bzw. Männer die nicht bei Frauen landen können Rat bekommen. Und er ihr Geld. Lohnt sich, er lebt wohlhabend in LA.
Lance ist Autor und damit so gar nicht erfolgreich. Seine Frau verdient die Kohle. Er lebt an der Ostküste und ist Lohnschreiber für Doug. Für Lance der Brot & Butter Job, für Doug der perfekte Subkontraktor, der die Stimmungslage der Hilfesuchenden trifft. Ja, Lance ist unzufrieden mit Gesamtsituation.
Dazu gesellt sich Norman, ein im wahrsten Sinne zu kurz gekommener junger Angestellter in einem Biotech Unternehmen. Er noch nie eine Freundin gehabt. Und ist wild entschlossen die wunderbare Cynthia Collingsworth aus der Finanzbuchhaltung zu erobern. Mehr als zufällig mit ihr zur gleichen Zeit in der Kantine zu sein ist aber nicht drin. Er wird einfach übersehen. Und ist wild entschlossen das zu ändern.
Mark SaFranko nimmt diese 3 Luschen mit in eine Achterbahn, die aber mehr “Wilde Maus” als “Todeslooping” ist. Ganz langsam bringt er die Figuren sich näher, ganz langsam verflechten sich die Geschichten und ganz langsam bekommt der Leser ihre Naivität in Liebesdingen präsentiert.
Doug verknallt sich in Sascha, ein exklusives Escort. Und wird hammerhart enttäuscht (auf äußerst lustige & listige Weise). Lance verknallt sich in eine MILF (Mutter eines Mitschülers seines Sohnes) und fängt eine Affäre an. Die seine Ehe ruiniert.
Norman geht all-in basierend auf den Vorschlägen von Professor Romance, denen er sklavisch folgt und für die er ordentlich ablatzt. Er ist eine Mann, Cynthia muss in erhören!
Am Ende haben alle drei Glück, aber ganz anders als der Leser erwarten würde. Lance bleibt Lohnschreiber aber rettet seine Ehe. Doug verliert seine Mutter aber verfällt nicht der Escort-Lady. Norman verliert seinen Job aber wird nicht von der Polizei geschnappt.
Alle bleiben Unglücklich. Und einer ist Tod.
Großartige Story, perfekt lakonisch erzählt und en passant die ganze moderne Liebesberatung für offensichtlich beziehungsunfähige Männer entlarvt.
Ja, Pulp funktioniert auch ganz ohne Blut & Gewalt. Und zu meiner Überraschung fehlt es mir hier auch nicht.
Soundtrack dazu: Pistol Grip – No Romance, was sonst?
PS: Nur echt mit Buch Jingle!

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