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Mick Herron – Bad Actors (Diogenes, 2026)

Gelesen: 19. – 27.02.2026 (netto 448 Seiten)

Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer.

Mick Herron in einem Interview:

I don’t want to write a big, plotted, evil-mastermind spy novel; I’m interested in incompetence, things going wrong, badly motivated stuff, and that’s essentially our political reality now.

Band 8 der Slow Horses Serie ist wieder ein richtiger Knaller. Geschrieben 2022, als Boris Johnson und seine halbseidene Gang an der Macht waren. Und die nimmt er schön auseinander. Im gleichen Interview beschrieb er die Motivation:

We have a prime minister who acts with the worst possible intentions because he’s only interested in himself. As a citizen, I deplore it; as a writer, I’m rubbing my hands.

Sparrow, Handlanger und Macher des Premiers, ist ein Disruptor. Immer Angriff. Immer alternative Fakten. Die alten Modelle der Gewaltenteilung zerschlagen um die Macht beim Premier (und damit ihm selbst) zu vereinen.

Nebenbei aktiv bei Ackerkämpfen von Hooligans, die er als Privatarmee hält. Und mit einer Supervorhersagerin, die ihm der KGB ins Nest gesetzt hat, da die Russen das Model Putin auch gerne woanders sehen.

Jackson Lamb, Chef der abgehalterten und verbannten, hat aber einen Russen-Riecher (aus alten Spionagezeiten) und ahnt das was fieses passiert. Und als Sparrow die Chefin des MI5 mit einer Intrige abzuservieren versucht greift Jackson mit seinen Slow Horses ein.

Neben wirklich spannenden Intrigen und ganz wunderbaren Beschreibungen der Politik im UK kommt auch der Londoner Alltag nicht zu kurz.

Und ganz wunderbar Choreografierte Hauereien:

( (c) Diogenes Verlag 2026)

Auch wenn die Reihe zwischendrin mal flacher war, das ganze ist extrem unterhaltsam, extrem lustig und einfach eine perfekte Sicht auf das Vereinigte Königreich und London.

Ja, ich mag das.

Soundtrack dazu: Crown Court – Hooligans on “E”, was sonst?

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