Bücher, schnell gelesen: Teil 1.548

Castle Freeman – Herren Der Lage (Hanser, 2020)

Gelesen: 28. – 30.09.2021, netto 175 Seiten

Wow, da ist mir bisher was durch die Lappen gegangen. Ich mag ja diese Hinterwäldler-Krimis aus den US of A aber diesen schmalen Band hatte ich bisher übersehen.

Vor allem hatte ich übersehen das die wunderbare Simone Buchholz im Klappentext das Buch mit feinen Worten lobt:

Castle Freemann kommt ohne Umschweife zur Sache. Mit zarten, aber präzisen Strichen wirft er eine hinreißende Figurenfamilie in die schlecht gelaunte Schönheit Vermonts – charmanter, beinharter Country Noir, in dem alle immer sehr viel klüger sind, als sie tun”

Mal abgesehen davon das ich Simone Buchholz blind vertraue … hier war es dann auch mal der weitere Klappentext der mich dazu verführte das Buch mitzunehmen. Worte wie “lakonisch”, “abgründiger Humor” und “Country for Old Men” machen mich immer neugierig.

Ich wurde nicht enttäuscht.

Obwohl ein eher dünnes Buch kommt es mit einer klar erzählten Geschichte um die Ecke, in der die Figuren perfekt gezeichnet sind. Ein relaxter Sheriff, der auf eine ganz entspannte Art vor allem Deeskalation als Mittel zum Zwecke benutzt. Oder schlicht und einfach die Leute mit Blödsinn zutextet.

Auf der anderen Seite die bösen Jungs aus der großen Stadt, die Geld, Waffen und Gewalt auf ihrer Seite haben. Aber gegen die cleveren Jungs aus dem entlegenen Tal von Anfang an keine Chance haben. Zumindest nicht im Tal – außerhalb kommen sie natürlich mit der Hilfe von Rechtsanwälten davon.

Cooles Buch, ich kaufe jetzt den Rest. Zwar nicht ganz so beinhart wie die vor Meth triefenden Bücher bei Polar aber mit viel Charme. Elmore Leonard kommt mir da auch in den Sinn. Oder ein humoriger Garry Disher.

Kaufen!

Soundtrack dazu: My Revenge! – Less Plot, More Blood, was sonst?

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