Bücher, schnell gelesen: 1.606

Castle Freeman – Ein Mann Mit Vielen Talenten (Hanser, 2022)

Gelesen: 31.08.2022 (netto 168 Seiten)

Und noch ein schmaler Band, diesmal etwas aus den einsamen Tälern in Vermont. “The Devil In The Valley” ist der Titel im Original, obwohl ja eine der Hauptpersonen lediglich Gesandter des Teufels ist. Der Gesandte allerdings hört auf den coolen Namen DangerfieldThe Boys anyone?

Aber der Boss himself hat auch seinen Auftritt und gibt dabei den gelassenen Geschäftsmann.

Das ganze ist einfach nur eine kleine Geschichte über das Leben, im Tal, mit all den Bösen und Guten Dingen die den Menschen dort passieren.

Und einem, Langdon Taft, der am Ende seines Lebens die Chance ergreifen will Sachen richtig zu machen. Und da kommt das Mephisto-artige Angebot des Gesandten des Teufels gerade richtig.

Aber, wie das so in diesen kleinen Geschichten eben ist, Langdon Taft ist keine Egomane und er tut gutes ohne an sich zu denken.

Und das sorgt für ein Happy End! Eigentlich eine Geschichte, die am herbstlichen Lagerfeuer den jungen und alten Kindern erzählt werden sollte.

Und hoffentlich lernen die was!

Soundtrack dazu: Epicycle – Pleasant Valley Sequel, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.548

Castle Freeman – Herren Der Lage (Hanser, 2020)

Gelesen: 28. – 30.09.2021, netto 175 Seiten

Wow, da ist mir bisher was durch die Lappen gegangen. Ich mag ja diese Hinterwäldler-Krimis aus den US of A aber diesen schmalen Band hatte ich bisher übersehen.

Vor allem hatte ich übersehen das die wunderbare Simone Buchholz im Klappentext das Buch mit feinen Worten lobt:

Castle Freemann kommt ohne Umschweife zur Sache. Mit zarten, aber präzisen Strichen wirft er eine hinreißende Figurenfamilie in die schlecht gelaunte Schönheit Vermonts – charmanter, beinharter Country Noir, in dem alle immer sehr viel klüger sind, als sie tun”

Mal abgesehen davon das ich Simone Buchholz blind vertraue … hier war es dann auch mal der weitere Klappentext der mich dazu verführte das Buch mitzunehmen. Worte wie “lakonisch”, “abgründiger Humor” und “Country for Old Men” machen mich immer neugierig.

Ich wurde nicht enttäuscht.

Obwohl ein eher dünnes Buch kommt es mit einer klar erzählten Geschichte um die Ecke, in der die Figuren perfekt gezeichnet sind. Ein relaxter Sheriff, der auf eine ganz entspannte Art vor allem Deeskalation als Mittel zum Zwecke benutzt. Oder schlicht und einfach die Leute mit Blödsinn zutextet.

Auf der anderen Seite die bösen Jungs aus der großen Stadt, die Geld, Waffen und Gewalt auf ihrer Seite haben. Aber gegen die cleveren Jungs aus dem entlegenen Tal von Anfang an keine Chance haben. Zumindest nicht im Tal – außerhalb kommen sie natürlich mit der Hilfe von Rechtsanwälten davon.

Cooles Buch, ich kaufe jetzt den Rest. Zwar nicht ganz so beinhart wie die vor Meth triefenden Bücher bei Polar aber mit viel Charme. Elmore Leonard kommt mir da auch in den Sinn. Oder ein humoriger Garry Disher.

Kaufen!

Soundtrack dazu: My Revenge! – Less Plot, More Blood, was sonst?