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  • Bücher, schnell gelesen: 1.816

    Bücher, schnell gelesen: 1.816

    Dana Stabenow – Vor der Küste Alaskas (Kampa, 2025)

    Gelesen: 12.02.2026 (netto 197 Seiten)

    Aus dem amerikanischen Englisch von Mechtild Ciletti.

    Kate Shugak, die 3te. Und eine kleine & feine Geschichte die so sehr flutschte das ich sie an einem Abend weggelesen habe.

    Dana Stabenow schickt Kate diesmal auf für Kate ungewohntes aber mit deren Familienhistorie verbundenes Terrain (und verbindet das mit ihrer eigenen Geschichte, die zum Teil in der Jugend eben auf einem Krabbenkutter stattfand).

    Kate wird als Ermittler der Staatsanwaltschaft auf einen Kutter geschickt, der auf den Aleuten Schneekrabben fängt. Zwei Besatzungsmitglieder sind verschwunden, der Kapitän und die Crew sagen das sie auf einer kleinen Aleuteninsel einfach abhanden gekommen sind.

    Und offensichtlich hat der Kapitän was damit zu tun. Also wird Kate als Deckhand an Bord untergebracht mit dem Ziel herauszufinden, was eigentlich passiert ist.

    Das Buch ist insofern keine spannender Krimi, als die Bösen von vornherein klar sind. Es bleibt aber schon eine spannende Jagd nach dem “was ist passiert”.

    Und dabei gibt es ordentlich Details über die Krabbenfischer, ordentlich Aleuten-Historie (Kates Familie stammt von dort und ist im Rahmen der japanische Invasion der Aleuten im zweiten Weltkrieg interniert worden) und wie immer bei Dana Stabenow ganz viel Natur.

    Flott zu lesen aber sicher kein Krimi mit Spannung, ehr eine weitere Facette von Kate Shugak. Und von Alaska. Lange bevor die Krabbenfischer bei DMAX als dangerploitation gelandet sind.

    Natürlich klärt Kate den Fall, allerdings werden nicht alle Fragen nach dem “was” beantwortet. Passt.

    Soundtrack dazu: Daikaiju – Attack Of The Crabwomen, was sonst?

    PS: Und die Aleuten so?

  • Bücher, schnell gelesen: 1.815

    Bücher, schnell gelesen: 1.815

    Mercedes Rosende – Falsche Ursula (UT Metro, 2022)

    Gelesen: 09. – 11.02.2026 (netto 197 Seiten)

    Aus dem Spanischen von Peter Kultzen.

    Endlich konnte ich den Fehler ausmerzen und den ersten Band der Ursula-Reihe von Mercedes Rosende lesen.

    Irgendwie ist das doof, den die anderen Bücher haben natürlich Referenzen zurück, so das die Story keine wirkliche Überraschung mehr war.

    Der erste Band der Reihe fühlt sich daher mehr wie eine bedächtige Einführung an, allerdings bereits mit einigen humorigen Krachern. Allerdings ist die Schlagzahl nicht so hoch und der Wahnsinn dreht mit weniger Umdrehungen.

    Ist ja auch keine Wunder, Ursula hat ja noch nicht erkannt das sie mehr sein kann als eine dicke Tochter. Das sie mehr sein kann als zu hässlich, zu hungrig, zu einsam … ihr Leben entspricht überhaupt nicht ihren Wünschen.

    Ihre Schwester ist hübscher, ihre Nachbarin glücklicher, und wer kann schon ewig nur von Gemüsesuppe leben?

    Der mysteriöse Erpresseranruf, der sie erreicht und ihr mitteilt, dass ihr Mann entführt wurde und eine Million Lösegeld gefordert wird, befreit sie aus diesem Zustand.

    Der Haken: Ursula hat keinen Mann.

    Sie erkennt allerdings ihr Talent in Sachen Verbrechensaufklärung und nutzt die Verwechslung um so richtig (bauernschlau) zuzuschlagen.

    Einfach eine tolle Reihe, unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen.

    Soundtrack dazu: Autopsia – Mayoría Equivocada, was sonst?

  • Bücher, schnell gelesen: 1.814

    Bücher, schnell gelesen: 1.814

    Hannelore Cayre – Finger Ab (Ariadne Krimi, 2024)

    Gelesen: 05. – 08.02.2026 (netto 189 Seiten)

    Deutsch von Iris Konopik.

    Wow, eine spannende Fingerübung. Wie schlägt frau eigentlich den Bogen von heute (und dem Versuch illegal einen Swimmingpool zu bauen) zum Ausbruch aus dem Patriachat vor 35.000 Jahren?

    Ganz einfach sagt Hannelore Cayre und macht daraus einen Kirmi, der eben vor 35.000 Jahren spielt.

    Klingt vertrackt, ist es am Ende aber nicht. Das hier und das damals sind gut miteinander verwoben und die eigentliche Story findet ganz im damals statt. Und, bewusste und passende Entscheidung, die Menschen vor 35.000 Jahren sprechen unsere Sprache und heben damit die Geschichte zurück zu uns.

    Natürlich, wie immer bei Ariadne, geht es um eine weibliche Sichtweise. Hier um den Ausbruch einer Frau aus den archaischen Strukturen und einer viel zu kleinen Weltsicht. Und warum? Weil sie es kann. Weil sie es besser kann als die Männer.

    Eine wirklich schöne Story, bei Neal Stephenson wären es 800 Seiten geworden. Die Essenz aber, die kommt auch in weniger als 200 Seiten rüber.

    Soundtrack dazu: Les Thugs – Femme Fatale, was sonst?

    PS: Und Hannelore so?