Bücher, schnell gelesen: Teil 1.422

George Pelecanos - Prisoners (Ars Vivendi, 2019)
George Pelecanos – Prisoners (Ars Vivendi, 2019)

Gelesen: 15. – 21.11.2019, netto 220 Seiten.

Hui, das ist eine schönes kleines Buch. Gewidmet ist es Charles Willeford und Elmore Leonard (zwei meiner ewigen Helden), im Buch selbst kommen dann noch viele weitere Autoren (und Bücher) vor. Was soll sowas in einem Krimi?

Das passt schon, den es ist ein Krimi der vor allem die Freiheit die einem das lesen von Büchern verschafft in den Vordergrund stellt.

Michael Hudson, ehr so aus der Mittelschicht, hat es gerade und so eben geschafft für einen Überfall nicht einzufahren. Während der Untersuchungshaft lernt er über die Gefängnisbibliothekarin Anna das Lesen kennen und verliebt sich in Bücher.

Entlang dieser Büche muss er draußen das richtige tun, um nicht wieder einzufahren. Das richtige tun ist aber schwer, da er gezwungen wird an verbrechen teilzunehmen.

Ein ganz wunderschönes kleines Buch über die Macht von Büchern und die Schwierigkeit, das richtige zu machen. Und zu überleben. Denn am Ende gibt es auch Tote.

Und ja, für soviel DC Street Credibility kann mann George nur lieben. Wenn du Bücher liebst, dann ist das was für dich!

Soundtrack dazu: Government Issue – Man In A Trap, was sonst?

PS: Das englische Original hat den smarteren Titel, ohne Frage.

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.262

George Pelecanos - Hard Revolution (Ars Vivendi, 2017)
George Pelecanos – Hard Revolution (Ars Vivendi, 2017)

Gelesen: 23.08. – 27.08.2017, netto 389 Seiten.

George P. Pelecanos ist ja sowas wie der Geschichtsschreiber von D.C. (wie in Washington D.C.) und hier breitet er ganz großes Epos aus – von 1957 geht es bis 1968. Von den unschuldigen Spielen weißer und schwarzer Jungs bis zu den Riots, die D.C. für fast eine Woche lahmlegten (nachdem Martin Luther King JR am 04.04.1968 ermordet wurde).

Geschickt erzählt er dabei im Vordergrund die Geschichte des jungen Cops Derek Strange und im Hintergrund von den vielen Ungerechtigkeiten, die schwarze damals ertragen mussten. Und die verhindern sollten, das sie aufsteigen. Schwarze Cops waren die Ausnahme und wenn dann nur in einfachen Dienstgraden und korrupte Weiße Cops die Norm. Dazu packt Pelecanos jede Menge Musik und zeigt wie wichtig Musik für die Identität von Generationen (und Kulturen) war.

Die Geschichte wird breit und langsam erzählt und am Ende muss der langsame und träge Fluss durch ein immer engeres Tal: Die Geschwindigkeit nimmt zu, der Wasserstand wird höher und irgendwann brechen alle Deiche. Und die Musik verschwindet und wird durch den Lärm von Waffen und Feuer ersetzt.

Happy End? There ain’t no fuckin‘ happy end! Großes Kopfkino, wenn auch manchmal mit einem moralischen Zeigefinger (etwas, was bei mir immer Ekel auslöst). Ansonsten ein perfektes Buch mit einem Einblick in eine tief rassistische Gesellschaft!

Soundtrack dazu:  Listen to the youth, what else? Oder dem von George zusammengestellten Soundtrack.

PS: Das amerikanische Cover ist irgendwie stimmiger…

George Pelecanos - Hard Revolution (Little, Brown and Company , 2004)
George Pelecanos – Hard Revolution (Little, Brown and Company , 2004)

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.000

George Pelecanos - Ein schmutziges Geschäft (Rowohlt, 2012)
George Pelecanos – Ein schmutziges Geschäft (Rowohlt, 2012)

Gelesen: 09. – 16.08.2013 (Zeit nicht genommen), netto 376 Seiten.

Das war schön kurzweilig, auch wenn ich über Gebühr Zeit dafür gebraucht habe – aber das lag an allen anderen Dingen die neben lesen auch noch so zu erledigen oder zu genießen sind.

Das ganze ist, wenn ich es recht verstanden habe, als eine Serie geplant, in den US of A ist zumindest der 2te Teil schon erschienen. Als Abwechslung ist es hier mal nicht ein Polizist oder Detektiv der den Protagonisten gibt sondern ein „Ermittler“ (jemand der für einen Anwalt im trüben fischt). Spero Lucas ist dabei ein ex-Marine der natürlich vieles kann, geduldig überwachen ebenso wie Leute umbringen.

Der Plot ist leidlich spannend, spannender ist da schon wie bei seinen anderen Büchern das detailreiche beschreiben des Lebens in Washington DC – diesmal ehr schnörkellos und mit einem kleinen Hang zum Detail (nervt aber nicht wirklich). Als freischaffender Sachenwiederbeschaffer kenn Spero keine moralischen Grenzen, ebensowenig wie in seinem Privatleben. Beides geht dann auch gegen die Wand – wobei am Ende leider (und der Serie geschuldet) das Berufsleben einen positiven Ausklang findet…

Ich fand’s nicht schlecht aber irgendwas fehlte…mal sehen wie es weitergeht!

Soundtrack dazu: Void, was sonst?