Tag: Frank Göhre

  • Bücher, schnell gelesen: 1.866

    Bücher, schnell gelesen: 1.866

    Frak Göhre – Sterne im Staub (Culturbooks, 2026)

    Gelesen: 15.10.2026 (netto 158 Seiten)

    Frank Göhre wird demnächst 83, da ist ist Zeit für eine Autobiographie. Aber die ist dann doch ein wenig anders als bei den meisten…

    … zum einen ist sie schlank (wie die meisten seiner Bücher), zum anderen schlicht eine Hommage an seine Lieblingsautoren.

    Ich schätze ihn als einen meiner deutschen Lieblingsautoren und bin daher ganz verzückt, wie oft wir übereinstimmen:

    Linda Barnes – hab ich komplett gelesen (musste aus Platzgründen weggegeben werden)

    William Boyle – steht hier komplett

    Edward Bunker – hui, muss ich ran, ist mir neu

    Robert Crais – steht hier auch, aber leider nicht komplett

    Friedrich Glauser – wurde ich nicht mir warm

    Sue Grafton – muss ich offensichtlich noch ran

    Victor Headly – die Yardie Trilogy ist einer meiner Lieblingsserien, beste Unterhaltung und beinhart

    Tony Hillerman – steht hier fast komplett

    Chester Himes – steht hier fast komplett

    Eugene Izzi – ist mir komplett neu, muss ich lesen

    Tom Kakonis – ist mir komplett neu, muss ich lesen

    Anne LeClaire – ist mir komplett neu, aber wohl nicht mein Ding

    Elmore Leonhard – steht hier fast komplett

    Ed McBain – zum Teil gelesen, aber nicht komplett

    Ross Macdonald – hab ich komplett gelesen (musste aus Platzgründen weggegeben werden)

    Margaret Millar – Frau von Ross Macdonald, übersehen

    L.A. Morse – ist mir komplett neu, muss ich lesen

    Reggie Nadelson – ist mir komplett neu, aber wohl nicht mein Ding

    Jerry Oster – steht hier komplett, großartiger und beinharter NYC Crime

    Maj Sjöwall – wurde ich nicht mit warm

    James Myers “Jim” Thompson – steht hier, aber nicht komplett

    Janwillem van de Wetering – wurde ich nicht mir warm

    Charles Willeford – steht hier komplett

    Und die Sterne im Staub? Frank Göhre nimmt uns mit zu den Orten seiner Lieblingsautoren, erzählt aus seinem Werdegang und bleibt dabei staubtrocken.

    Cooler Kerl!

    Soundtrack dazu: The Supertones – Blue Star Dust, was sonst?

    PS: Und Frank Göhre hat mit Stickel einen Film gemacht, wie cool ist das den!

  • Bücher, schnell gelesen: 1.771

    Bücher, schnell gelesen: 1.771

    Frank Göhre – Sizilianische Nacht (culturbooks, 2025)

    Gelesen: 21. – 22.05.2025 (netto 138 Seiten plus 11 Seiten Nachwort)

    Historische Romane sind für mich nur spannend wenn es sowas wie Zeit- und/oder Reiseberichte sind. So wie ganz oft in der Anderen Bibliothek. Frank Göhre hat es hier klug vermieden, einen historischen Krimi zu schreiben. Und es damit vermieden, dass ich mich … langweile.

    Auf knappen 138 Seiten, mit den bei Frank Göhre so typischen und locker rüberkommenden knappen Sätzen und Worten. Die aber immer sitzen und immer das Kopfkino befeuern.

    Das Zentrum des Buches ist das Grand Hotel et Des Palmes in Palermo, wo sich viele historische Linien kreuzen:

    Richard Wagner hat hier Parsifal beendet. Der Schachspieler, Dandy und Erbe Raymond Roussel ist dort 1933 verstorben. Und 1957 hat die Mafia dort beschlossen den Heroin Handel in den US of A den sizilianischen Familien zu überlassen.

    Aus Roussel (wohl auch der Erfinder des Wohnmobils) macht Frank Göhre Jean-Paul Durand und spinnt seine eigene Version darüber, was ihn nach Sizilien und in das Hotel gebracht hat. Über seine Träume, Ängste und Sehnsüchte. Über sein Tagewerk.

    Und über die Menschen, die ihn begleiten – bis in den Tod.

    Am Ende überlässt Frank Göhre den Täter der Phantasie des Lesers, alle können es gewesen sein. Auch die, die ebenso wie Jean-Paul sterben.

    Ein kleiner Blick in die Vergangenheit, eingebettet in echte historische Realitäten.

    Cool. Ein historischer Krimi mit Tätern, Ermittlern und Opfern. Der irgendwie kein Krimi ist sondern … reine Phantasie.

    Soundtrack dazu: Stereophonic Space Sound Unlimited – On The Road To Sicily, was sonst?

    PS: Und Raymond so?

  • Bücher, schnell gelesen: 1.700

    Bücher, schnell gelesen: 1.700

    Frank Göhre – Verdammte Liebe Amsterdam (Culturbooks, 2020)

    Gelesen: 24.04.2024 (netto 151 Seiten)

    Das erste Buch aus der kleinen Hamburg Serie von Frank Göhre. Dazu gehört noch Die Stadt, Das Geld Und Der Tod (2021) und Harter Fall (2023). Hab ich mal wieder die richtige Reihenfolge verkackt…oder gerade nicht, da alle irgendwie eigenständige Skizzen sind.

    Schorsch, ne Nummer auf dem Hamburger Kiez, bekommt einen Anruf von der Polizei. Sein Bruder – zu dem er wenig Kontakt hatte – wurde Tod und Ausgebraubt auf einem Autobahnrastplatz in der Nähe von Köln gefunden worden.

    Natürlich will er wissen warum. Und natürlich lässt er sich seine Suche weder durch die Polizei noch durch Gesetze einschränken. Und in der Nebenspur gerät er dann noch an den letzten Job seines Bruders: Er war wohl doch weniger IT Spezialist als … jemand der verschwundene Personen wiederfindet.

    Also sucht Schorsch jetzt eine 15 Jährige in Amsterdam. Und die Wahrheit über seinen Bruder. Und das spült jede Menge Wahrheiten hoch: Aus der eigenen Familie, aus der eigenen Vergangenheit und …

    … korrupte Cops. Marokkanische Dealer.

    Und Frank Göhre schafft ein Kopf-Kino das sowohl Lakonisch als auch Launig ist, das das echte Leben zeigt und das Böse irgendwie gut rüberkommen lässt. Am Ende sind eh’ alle nur auf der Suche nach dem ganz eigenem Glück.

    Einfach Klasse, alle 3 Bücher. Am besten alle 3 in einem Rutsch lesen und hoffen das sie irgendwann gut verfilmt werden. Bitte.

    Soundtrack dazu: Hermann’s Orgie – Nacht Und Tod, was sonst?

    PS: Und Frank Göhre so?

    PPS: Und nicht vergessen, er hat auch mit Stickel einen Film gemacht.