Bücher, schnell gelesen: Teil 1.185

Jo Nesbø - Das Versteck (Ullstein, 2016)
Jo Nesbø – Das Versteck (Ullstein, 2016)

Gelesen: 15. – 17.07.2016 netto 244 Seiten.

Der zweite Band der „Blood on Snow“ Serie von Jo Nesbø und diesmal als entspannter Reisebericht in die Finnmark (also Nord-Norwegen) angelegt.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los das „Blood on Snow“ von vornherein als ein paar kleine aber feine Drehbücher angelegt war: Das ganze ist weniger hektisch und komplex wie die Harry Hole Serie und viel einfacher zu verstehen. Und die Bücher sind in sich abgeschlossen (wenn auch zeitlich und durch handelnde Personen verbunden).

Ich kann nichts schlechtes erkennen: Großartige Landschaftsbilder, detaillierte Darstellungen der dort Ansässigen (Samen und durchgeknallte Christen), eine Portion verrückte Liebe und ausreichend Gewalt. Alles sehr kompakt. Passt – ist halt was anderes als Harry Hole!

Soundtrack dazu: Yum-Yums, was sonst?

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 1.130

Jo Nesbø - Der Auftrag (Ullstein, 2015)
Jo Nesbø – Der Auftrag (Ullstein, 2015)

Gelesen: 08. – 15.10.2015, netto 182 Seiten.

Das ist dann doch eine Überraschung: Kein Wälzer sondern ehr eine kleine Story. Und kein typisch skandinavischer Krimi sondern sowas wie Pulp ala Oslo. Länge, Geschwindigkeit und auch Stil passen da so einigermaßen.

Aber ist das auch eine gute Story? Ich habe beim lesen so das Gefühl gehabt das Jo Nesbø noch nicht 100% die Balance für eine solche schnelle Geschichte gefunden hat, dieses geschickte Wechselspiel zwischen schnellem Handlung voranbringen und Hintergrundinformationen streuen.

Die Geschichte selbst ist gut (Killer mit Herz) und das Ende auch. Von daher freu‘ ich mich auf den nächsten Teil der „Blood on the snow“ Serie (auf 3 Bücher angelegt). Aber so richtig passt das nicht nach Oslo…diese Art Pulp.

Soundtrack dazu: Overdose, was sonst?

Bücher, schnell gelesen, Teil 874

Jo Nesbø - Die Larve (Ullstein, 2011)
Jo Nesbø – Die Larve (Ullstein, 2011)

Gelesen: 31.10. – 07.11.2011 (Zeit nicht genommen), netto 554 Seiten

Ah, der gute alte Harry Hole ist wieder da. Eigentlich habe ich ihn nicht vermisst. Der „Step-out“ aus der Harry Hole Serie war mit „Headhunter“  eigentlich gelungen, die Rückkehr von Harry nach Oslo war also eigentlich nicht notwendig.

Die Geschichte wäre eigentlich langweilig bzw. eine Wiederholung (wenn auch auf gaaanz hohem Niveau) aller „alten“ Bücher wenn Jo nicht einen neuen Erzählstil eingefügt hätte. Im Grunde gibt es eine Geschichte aus 2 Perspektiven – und das wirklich gelungen bzw. die Storyline wird dadurch spannender.

Schön auch, das wieder sehr viel und sehr tief in der Art der Norweger herumgebohrt wird – ich erkenne viele Dinge wieder (ich war/bin beruflich öfter in Oslo). Am Ende gibt es noch einen eleganten Cliff-Hänger der für mich die Frage läßt ob die Harry Hole Serie damit am Ende ist. Wahrscheinlich auch Absicht, oder?

Fazit: Wer alle anderen gelesen hat muss dieses auch lesen. Als Einstiegsbuch in die Welt von Harry (wo ist das Joy Division T-Shirt?) ist es denkbar ungeeignet.

Soundtrack: Mission of Burma, was sonst?