Bücher, schnell gelesen: Teil 984

George P. Pelecanos - Eine Süsse Ewigkeit (Dumont, 2013)
George P. Pelecanos – Eine Süsse Ewigkeit (Dumont, 2013)

Gelesen: 04.05. – 09.05.2013 (Zeit nicht genommen), netto 358 Seiten.

Der dritte Teil der “Washington Noir” Serie bringt uns in das DC der 1980er Jahre, zu einem Konzert von Scream und zu einem koksenden Bürgermeister und einer Stadt die wahrlich vor die Drogenhunde geht. Vor dem großen Bild eines sich wandelnden Washington DC verspinnt George P. Pelecanos eine weitere kleine Kriminalgeschichte, entsprechend der Zeit laut, blutig und böse. Die Helden sind nicht alle Helden und die Bösen sind eigentlich alle Böse, auch wenn sie einmal was “gutes” machen.

Und klar ist auch, und das war schon immer so, das es einfach keine Gute Idee ist einem Dealer Geld zu klauen, auch wenn es einem quasi vor die Füsse fällt. Und die Kinder, die sind mit 12 Jahren schon bewaffnet und verticken Drogen, von denen ist nichts zu erwarten, sie haben keine Vorbilder.

Echt klasse, und ganz nah dran an der Realität. Ein kleines und feines Buch das einem gut erklärt wie elend es damals in DC war! Was James Ellroy für LA, ist dieser Grieche für DC!

Soundtrack dazu: Scream, was sonst!

 

 

Bücher, schnell gelesen: Teil 983

George P. Pelecanos - Big Blowdown (Dumont, 2011)
George P. Pelecanos – Big Blowdown (Dumont, 2011)

Gelesen: 28.04. – 03.05.2013 (Zeit nicht genommen), netto 358 Seiten.

Das mag ich. Nur durch Zufall habe ich “King Suckerman” endeckt und stelle fest das George P. Pelecanos ein ganze Epos verbrochen hat, das eine ganze Familiengeschichte ausbreitet.

Big Blowdown ist im Washington DC der Nachkriegs US of A angesiedelt, einer Zeit in der Farbige noch Nigger waren und Drogen als im Krieg erlebtes Aufputschmittel so langsam die Runden machten. Die Geschichte einer Freundschaft die bis ans Ende geht – und zwischendurch bereits am Ende ist. Vor allem das Ende der Geschichte ist wirklich klasse, ein großariger Showdown!

Eigentlich viel spannender und weniger vorhersehbar wie “King Suckerman”, trotz des ehr “langweiligen” Settings. Nein, keine Frage, der erfolgreiche Drehbuchautor hat ein paar überzeigende Griechenkrimis geschrieben…nein, eigentlich hat er eine großartige Geschichte über DC geschrieben! Ich werde jedenfalls jetzt alle seine Bücher lesen – ich denke das lohnt sich!

Soundtrack dazu: Black Market Baby, was sonst?

Bücher, schnell gelesen: Teil 957

George P. Pelecanos - King Suckerman (Dumont, 2012)
George P. Pelecanos – King Suckerman (Dumont, 2012)

Gelesen: 16. – 18.11.2012 (Zeit nicht genommen), netto 274 Seiten.

Nochmehr “Pulp”? Nee, ehr “Blacksploitation” oder so…In jedem Fall noch mehr Drogen und Gewalt. Und eine klassische Geschichte eines unterschätzten Helden der am Ende die bösen Drogenhändler platt macht (aber erst nachdem sie ihm etwas böses angetan haben). Die Storyline hat nicht wirklich große Überraschungen (halt, nicht ganz richtig: Ein Handlungsstrang endet ganz direkt und überraschend … im Tod, das ist gut gemacht), der Schreibstil aber sehr angenehm und die Übersetzung tatsächlich gut.

Das ganze ist mehr ein perfektes Drehbuch und in sofern eigentlich perfektes Futter für mein Kopfkino.

Soundtrack dazu: Bad Brains, was sonst?

Ach ja, weil ich in diesem Zusammenhang gerade daran erinnert wurde: Das beste, das bewegenste, das “coolste” Buch über die amerikanische (schwarze) Jugend und den Drogenhandel und das Überleben ist …. Jess Mowry – Megacool (inzwischen vergriffen glaube ich). Aber hier ein Vorgeschmack – ich werde es demnäxt mal wieder lesen!