Bücher, schnell gelesen: Teil 900

Claudia Pineiro - Die Donnerstagswitwen (Unionsverlag METRO 568, 2012)
Claudia Pineiro - Die Donnerstagswitwen (Unionsverlag METRO 568, 2012)

Gelesen: 22. – 23.03.2012 (abgebrochen)

Das passiert mir selten: Ein UT Metro Buch in das ich so garnicht reinkomme. Aber – auch das gibt es. Und es war eine echte Qual und die habe ich dann doch ehr zügig beendet. Selbst das anlesen der letzten Seiten hatte keinen Erfolg.

Keine Ahnung ob es an der Übersetzung liegt, aber in den “Flow” dieses Buches bin ich einfach nicht reingekommen – zu sperrig und langweilig sind die Passagen.

Nix für mich. Soundtrack: Saint Vitus!

Bücher, schnell gelesen: Teil 890

Pablo De Santis - Das Rätsel von Paris (Unionsverlag METRO 540, 2011)
Pablo De Santis - Das Rätsel von Paris (Unionsverlag METRO 540, 2011)

Gelesen: 04.02. – 11.02.2012 (Zeit nicht genommen), netto 298 Seiten.

Nicht nur der Set seiner Bücher spielt in der Vergangenheit, auch seine Sprache, seine Sprachbilder und der Kontext wirken seltsam altertümlich – Pablo De Santis schreibt eigentlich ehr “Literatur” entlang eine Krimi-Storyline.

Das Rätsel von Paris” beginnt in seiner Heimat Argentinien und spielt dann zügig vor dem Hintergrund der Weltausstellung 1889 in Paris – etwas das viele Menschen in der heutigen vernetzten und medialen Welt sich nicht mehr verstehen können.

Pablo De Santis ruft eine längst vergessene Welt zurück, in der Detektive noch nicht Polizisten waren und Polizisten eigentlich nichts waren. Detektive jedoch waren berühmt und ihre Fälle wurden in Zeitungen breitgetreten (keine Fehrnsehen, kein Kino, kein Internet) – das ganze mit einem sympathischen Augenzwinkern in Richtung des Detektivgenres  im Allgemeinen und des Detektiv (eg. Holmes) und Assistent (eg. Watson) im speziellen. Eine muntere Story, viel Geschichte und ein überraschender Ausgang: eine klassische Detektivstory aus dem 19. Jahrhundert!

Musik dazu: Les Thugs!

Bücher, schnell gelesen: Teil 887

Christopher G. Moore - Stunde Null in Phnom Penh (Unionsverlag METRO 546, 2011)
Christopher G. Moore - Stunde Null in Phnom Penh (Unionsverlag METRO 546, 2011)

Gelesen: 26.01. – 29.01.2012 (Zeit nicht genommen), netto 304 Seiten.

Endlich wieder ein UT Metro Buch in meinem “noch zu lesen” Stapel. Eine meiner Lieblingskrimireihen, zumal eine stringente Umschlag- und Buchgestaltung die Bücher nicht nur zum “Schmuck” eines jeden nach Reihe geordneten Bücherregals macht. Dazu eine vollständige Ausstattung mit Hinweisen zu Autor und Übersetzer – passt.

Christopher G. Moore hat es nach Asien (Bangkok) verschlagen und hier hat er mit Vincent Calvino eine asiatische Version des “lone private eye” geschaffen der – wie Moore – ein “Farang” in Thailand ist.

In “Stunde Null in Phnom Penh” bring Moore seine eigene Erfahrung als journalistischer Beobachter des UNTAC (“United Nations Transitional Authority in Cambodia”) Projektes ein – er war 1993 selbst vor Ort.

Insofern lebt diese Krimi weniger als die anderen Bücher von ihm von einer Privatdetektiv-Story als von der kenntnisreichen Darstellung des Lebens in Kambodscha in der Stunde Null, direkt nach den Roten Khmer und Bruder Nummer 1. Keine Frage wer die Kriegsgewinnler sind – jedenfalls nicht die Kambodschaner. Auch keine Frage warum kleine UN Staaten gerne Personal für eine solche Mission abstellen. Alleine diese Darstellungen reicht aus das Buch als Lesenswert zu bezeichnen. Dazu eine gute, wenn auch nicht großartige, kleine Detektivstory um … nein, wird nicht verraten!

Soundtrack: Dead Kennedys, was sonst!

PS: Wer mehr über die Roten Khmer und Pol Pot wissen will – eine wirklich fette Biographie hatte ich mir vor vielen Jahren mal in London mitgenommen: Philip Short – Anathomy of a Nightmare (John MacRae Books) ist sehr spannend!