Oh manno – das war einfach. Einfach für den SCP – Thorant und Gonther früh anlaufen und zu Rückpässen und weiten Schlägen zwingen und ansonsten hinten dichtmachen, Zweikämpfe gewinnen und schnell nach vorne spielen. Wir dagegen haben nur 2x im ganzen Spiel schnell kombiniert, beim ersten Mal bricht sich Finn den Hintern, beim zweiten Mal trifft Nöthe sicher. Aber das war nix, genauso wie Kalla auf der 6 nix ist und keine 10er auch nix ist. Schade – aber wir lernen ja alle noch. Hoffentlich!
Sam Millar – Die satten Toten (Atrium Verlag, 2013)
Gelesen:01. – 03.10.2013 (Zeit nicht genommen), netto 312 Seiten.
Ach, einfach Klasse. Tempo, Härte, Street Credibility, Sex, Crime – egal was ich als Messlatte anlege, es passt immer.
Der erste Teil war schon echt großartiger Hardboiledscheiss, der zweite Fall für den ex-Bullen und Privatdetektiv Karl Kane ist um keinen Deut schlechter. Die Geschichte nimmt zielstrebig Tempo auf und schnell ist klar wer “gut” und wer “böse” ist – nur das “gut” und “böse” eben relative Abstände zur Norm sind…
Spätestens als das ganze persönlich wird und Karls Tochter entführt wird ist klar das es zu einem “Do or Die” Showdown kommt – der wird dann auch ansehnlich inszeniert und krachend beendet.
Links und rechts von der Geschichte gibt es auch kleine aber deutliche Sittenbilder einer Stadt, die mit ihrer Geschichte wohl nie fertig werden wird. Einfach Klasse. So will ich das Lesen! Mehr davon! KAUFEN!
Ahmet Ümit – Patasana – Mord am Euphrat (UT Metro, 2013)
Gelesen:19. – 30.09.2013 (Zeit nicht genommen), netto 421 Seiten.
Der Euphrat ist ziemlich lang (2.736 km) und diese Geschichte ist genauso lang und, in Teilen, genauso alt. Vom Stil her ist danz ganze nett gemacht: Ein Archeologenteam gräbt an den Ufern des Eurphrat und findet dort Schrifttafeln aus der Vorzeit auf denen eine Kriminalgeschichte erzählt wird, während sie in eine Mordserie geraten die wiederum Verbindung zu eine Geschichte aus der Zeit hat, als die Türken und Armenier in blutigem Streit lagen.
Das ganze wird aber ehr langsam erzählt, vorsichtig werden die Charaktere entwickelt und das ganze auf den finalen Showdown gebracht. Gut gemacht, aber für mich fehlt irgendwas bzw. es war mir zu “langatmig”.