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  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.018

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.018

    Roberto Costantini - Du bist das Böse (C. Bertelsmann, 2012)
    Roberto Costantini – Du bist das Böse (C. Bertelsmann, 2012)

    Gelesen: 03.11. – 19.11.2013 (Zeit nicht genommen), netto 568 Seiten.

    Zufall oder nicht? Ich dachte am Ende das ich den italienischen Harry Hole kennengelernt habe. Keine Ahnung ob Roberto Costantini mit seinem Erstling (als Trilogie angelegt) auf die Erfolge von Nesbø oder Larsson abgezielt hat – aber beeindruckend ist das schon!

    Der Anfang führt geschickt auf einen völlig falschen Gedankenlauf (wer mag schon sexsüchtige ex-Faschisten als Komissar?), aber es ist in einem epischen Roman eine ebensolche Rückblende. Geschickt wird Fußball als Bindeglied genommen (WM Titel 1982 und WM Titel 2006), dazu jede Menge Sozialkritik (Ausländer “Problem”, Vatikan “Problem”) und in Folge eine fast aberwitzige Jagd nach jemand, den es offensichtlich nicht gibt – denn alle haben echte Alibis. Wer bereit ist tief einzutauchen und sich auch schwierige Namen zu merken der kommt mit und wird am Ende ganz einfach überrascht. Im Kino wäre die Schlusssequenz vor der Pointe aber zu lang, auch im Buch wird das ganze ein wenig zu laaaaangsam ausgebreitet – dann aber hart und schnell beendet.

    Schönes Ding, nette Erkenntnisse (alle sind “Dottore”) und stimmiger politischer Background einmal andersrum. Passt. Ich freu mich auf mehr!

    Soundtrack dazu: Atarassia Group – was sonst?

     

  • … i don’t like monday’s nazischweine!

    Home, sweet home...
    Home, sweet home…

    Fuck you, DFB – diesmal hat auch mich die kurzfristige Terminplanung des DFB erwischt. Meine Liebste wollte zu Volbeat und es gab eine <25% Chance das das Heimspiel des FCSP an diesem Wochenende auf “I don’t like Mondays” fällt … natürlich Bingo. Als dann aber Teenage Bottlerocket als 3. Vorgruppe dazukamen war ich ok mit “lauter Musik” anstatt “lautes Stadion”.

    Was hätte ich im Station verpasst?

    Teenage Bottlerocket als Vorgruppe von Iced Earth als Vorgruppe von Volbeat musten früh ran (19:00), hatte wenig Bühnenplatz, wenig Zuschauer und einen sauschlechten Sound. Aber rockten das Haus! Iced Earth waren Metal wie in Metal, mit schlechtem Sound und einem unhörbaren Gesang. Bei Volbeat dann die große Bühne, der große Auftritt und leider mit dem ex-Anthrax Gitaristen jemand der weder optisch, noch von der Bühnenarbeit noch vom Sound her ins Team passte. Im Fußball mehr so ein Bobbycar Sanogo…und die neuen Stücke von Volbeat waren auch schlecht, leider nur Stadionrock. Also während der Zugabe nach Hause und bei Sky die Wiederholung des Heimspiels geguckt.

    Was habe ich im Stadion verpasst?

    Offensichtlich eine ehr schwaches Spiel gegen einen extrem limitierten Gegner. Und die Erkenntnis das der Kollege Nöthe wohl die #9 als “falsche 9” spielt und wenn wir das dann gut spielen (1:0 durch Finn), dann passt er auf einmal rein. Wow! Aber, ein 3:0 gegen einen so schwachen Gegner (5 Spiele ohne Tor!), das läßt wenig Platz für Jubelarien…Ach ja, und der kleine Blonde der immer Hinfällt ist einfach ein nimmermüder Vorbereiter, 2 Assist sind eine deutliche Sprache!

    Ach ja, auch verpasst habe ich das den mir von vornherein pauschal unsympatischen Jungs im Gästeblock als Erinnerung an das letzte Spiel eine pauschales “Nazischweine” entgegen schalte…und das dann von Teilen des Publikums mit Pfiffen gegen die Süd vergolten wurde. Mmmmhhh, ich hätte nicht gepfiffen, dieses Pauschalurteil war mal ok!

    Was bleibt? I don’t like Mondays!

    Teenage Bottlerocket (O2 Arena, 11.11.2013 19:04:22) ( (c) gehkacken.de 2013)
    Teenage Bottlerocket (O2 Arena, 11.11.2013 19:04:22) ( (c) gehkacken.de 2013)
  • Bücher, schnell gelesen: Teil 1.017

    Bücher, schnell gelesen: Teil 1.017

    John Robb - Punk Rock, an oral history (Ebury Press, 2006)
    John Robb – Punk Rock, an oral history (Ebury Press, 2006)

    Gelesen:26. – 02.11.2013 (Zeit nicht genommen), netto 539 Seiten.

    “England’s Dreaming” ist ja die Mutter aller “oral (punk) histories” und insofern fühlt sich dieses Buch ein wenig wie ein zweiter Aufguss an. In der Sachkunde hat John Robb, der bei dem The Membranes spielte, allerdings dem Sounds und Melody Maker Schreiber John Savage was vorraus, also mußte ich der Vollständigkeit dieses Buch auch lesen…

    Ja, ok, kann mann lesen – ist aber sicher spannender für jemanden der sich nicht so in der Punk Historie auskennt. Am Ende ist es, wie bei England’s Dreaming, auch schön zu sehen das das ganze eben keine Revolution war sondern ein neuer Musikstil geboren wurde – nicht mehr und nicht weniger. In der Nebensache ist es dann auch ebenso spannend heute (2013) die Bestätigung zu bekommen das im dunklen Zeitalter vor dem Internet die Pop/Musikpresse DIE Inspiration für Jugendlich war, eine Platte zu kaufen oder ein Konzert zu besuchen. Der Teil ist heute Mausetod!

    Was noch? John Lydon und Jimmy Pursey haben voll ein an der Latte!

    Soundtrack dazu: Live at The Vortex – was sonst?